Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schopf, der

Schopf, der; -(e)s, Schöpfe
1. Gesamtheit dichten Kopfhaares: ein üppiger, buschiger, wilder, ungepflegter S.; ihr heller, blonder, roter S. leuchtete weithin; er fuhr mit allen zehn Fingern durch seinen zerzausten S.; Sie hatten ihre blonden und schwarzen Schöpfe verschieden aufgebauscht Marchwitza Unter uns 116; er faßte, packte, hielt sie beim S. /übertr./ umg. die Gelegenheit beim S., Schopfe fassen, nehmen, packen (sie entschlossen wahrnehmen, ausnutzen)
2. Büschel
a) von Haaren auf dem Kopf: jmdm. einen S. ausreißen; Sie sitzt … vor dem Spiegel und hält in der Hand einen dicken Schopf ihres Haars Hartlaub Großer Wagen 87
b) von Federn auf dem Kopf: in den Ringen ihrer vergoldeten Käfige [wiegten sich] ein Arras mit kühnem Schopf und ein blauer Papagei Ebner-Eschenb. 3,98
c) von Blättern: Er [der Beerenfruchtstand der Ananas] trägt an der Spitze einen Schopf grüner Blätter Urania 1966
3. scherzh. Kopf: Die Sonne blinzelt … und neckt die Sieben, die im Jugendzimmer die Schöpfe zusammenstecken Tageszeitung 1958

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Zitationshilfe
„Schopf“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schopf>, abgerufen am 24.09.2020.

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