Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schranke, die

Schranke, die; -, -n
1. große, waage-, oder senkrecht bewegbare Stange oder Gatter zur Absperrung von Durch-, Übergängen: die S., Schranken am Bahnübergang herunterlassen, schließen, auf-, hochziehen; Eisenb. eine örtlich bediente, Neupräg. fernbediente S. ; der Wagen durchbrach die (geschlossenen) Schranken; die Schranken der Rennbahn gingen hoch, und die Pferde stürmten davon; eine S. übersteigen, niederreißen; /bildl./ vor den Schranken des Gerichts (vor Gericht) erscheinen jmdn. vor die Schranken des Gerichts fordern, ziehen; für jmdn. in die Schranken treten (für jmdn. entschieden eintreten)
2. /übertr./ gesetzte Grenze: er respektierte die Schranken, die sie setzte; der Phantasie sind keine Schranken gesetzt; das übersteigt alle Schranken; in der Erregung kannte er keine Schranken mehr; er durchbrach alle Schranken, riß alle Schranken zwischen ihnen nieder; sie wies ihn in seine Schranken (zurück); eine S. (Trennung, Distanz) er-, aufrichten; er legte sich /Dat./ keine Schranken auf (kannte keine Grenzen) ich hielt mich (mühsam) in Schranken (beherrschte, mäßigte mich)

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Schnitt Schwangerschaftsurlaub
Zitationshilfe
„Schranke“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schranke>, abgerufen am 01.10.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum WDG – Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache