Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schulter, die

Schulter, die; -, -n
1. beweglicher, oberer Teil des Rumpfes über den Achseln zu beiden Seiten des Halses beim Menschen und bei Wirbeltieren: die linke, rechte S.; gerade, ausladende, breite, runde, eckige, schiefe, abfallende, schmale Schultern; kräftige, starke, knochige, magere, schwache, zarte Schultern; mich schmerzt die linke S.; die Schultern (an)heben; er zog zweifelnd die Schultern hoch; die Schultern einziehen; enttäuscht die Schultern hängenlassen; jmds. S. streifen; er reicht mir bis an die S.; sie legte den Kopf an seine S.; jmdn. an der S. fassen, packen; sie standen S. an S. (dicht gedrängt) /bildl./ S. an S. (in enger, fester Gemeinschaft) mit jmdm. kämpfen; ihr Haar fällt bis auf die Schultern jmdn. auf die S. schlagen; einen Sack auf die S. heben; den Arm auf jmds. S. legen; den Kopf auf die S. sinken lassen; Ringen jmdn. auf beide Schultern legen, zwingen (besiegen) jmdm. freundschaftlich, wohlmeinend auf die S. klopfen; die begeisterten Zuschauer trugen den Sieger auf den Schultern aus dem Stadion; ratlos, unmutig mit den Schultern zucken mit hängenden Schultern (enttäuscht) dastehen; einen Mantel über die S. hängen; das Gewehr über die S. nehmen; sich /Dat./ einen Schal über die Schultern werfen, ziehen; sich über jmds. S. beugen; jmdm. bei der Arbeit über die S. sehen; jmdn. über die S. (hinweg) (flüchtig, beiläufig) fragen; jmdm. den Arm um die Schultern legen; sich /Dat./ ein Tuch um die Schultern schlagen; den Kopf zwischen die Schultern ziehen /übertr./ umg. jmdm. die kalte S. zeigen (jmdn. nicht beachten, gleichgültig behandeln) eine Arbeit auf jmds. Schultern abwälzen (jmdm. eine Arbeit aufbürden) ; die Verantwortung auf jmds. Schultern laden, legen (jmdm. die Verantwortung zuschieben) ; umg. etw. auf die leichte S. nehmen (etw. nicht ernst genug nehmen) alles liegt, ruht auf meinen Schultern (alles lastet auf mir) umg. auf jmds. Schultern stehen (sich auf jmds. Arbeit, Forschungsergebnisse stützen) jmdn. hochmütig über die S. ansehen (jmdn. geringschätzen) ; eine Last war von seinen Schultern genommen (er war von einer großen Sorge befreit)
2. süddt. österr. oberer, fleischiger Teil des Vorderbeines, bes. vom Schwein

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„Schulter“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schulter>, abgerufen am 24.09.2020.

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