Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schwäche, die

Schwäche, die; -, -n
1. /Pl. ungebräuchl./ Mangel an körperlicher Kraft, Stärke, an Funktionstüchtigkeit einzelner Organe und Körperteile, Kraftlosigkeit: ich fühle eine körperliche S., eine S. in den Knien; die S. des Körpers, der Augen, des Herzens, des Kreislaufs; vor S. zusammenbrechen, umfallen; eine S. überwinden; eine plötzliche, bedenkliche S. überfiel, überkam ihn, geh. fiel ihn an, wandelte ihn an⌝; ein leichter Anfall von S.
2. charakterlicher Mangel, Fehler: jeder Mensch hat seine Schwächen; seine menschlichen, persönlichen, moralischen, charakterlichen Schwächen sind bekannt; Neugierde ist eine verzeihliche S.; jmds. S., Schwächen erkennen, aufdecken, ausnutzen, verstehen, entschuldigen, verzeihen; sein Verhalten wurde als S., als ein Zeichen der S. ausgelegt;
3. umg. Vorliebe, Zuneigung: eine große, besondere, unverständliche S. für jmdn., etw. haben; er hat eine S. für blonde, dunkelhaarige Frauen; sie hat eine S. für schöne Kleider; Musik ist eine S. von ihr (sie liebt Musik)
4. inhaltlicher Mangel, Fehler: die Arbeit weist einige ernsthafte, künstlerische Schwächen auf; die Übersetzung zeigt sprachliche Schwächen; die S. des Buches liegt in seinem mangelhaften Aufbau;

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Zitationshilfe
„Schwäche“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schwäche>, abgerufen am 19.09.2020.

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