Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schwamm, der

Schwamm, der; -(e)s, Schwämme
1. artenreiches, im Wasser lebendes und festsitzendes, oft große Kolonien bildendes niederes Tier von einfachem Aufbau und sehr verschiedenartiger Gestalt, dessen Körper einen bis viele Hohlräume umschließt, in die durch Poren Nahrungsteilchen einströmen: Schwämme werden durch Taucher vom Meeresgrund emporgeholt; Schwämme gehören zur primitivsten Gruppe der mehrzelligen Tiere;
2. /Verkl.: Schwämmchen/ feinfaseriges Skelett von 1 oder anderes poriges Material, das bes. wegen seiner Elastizität, Weichheit und Saugfähigkeit zu Reinigungszwecken verwendet wird, Badeschwamm: ein nasser, feuchter, trockener S.; den S. ausdrücken; der S. saugt sich voll; etw. mit dem S., einem Schwämmchen reinigen, ab-, auswischen, abtupfen; sich mit dem S. waschen; /übertr./ umg. S. drüber (wir wollen nicht mehr davon reden, das Geschehene soll vergessen sein)!
3. landsch. bes. österr. schweiz. Pilz: sie haben Schwämme gesucht, gefunden, getrocknet; in die Schwämme gehen (Pilze suchen)
4. /ohne Pl./ schädlicher Pilz, der das Holz und Mauerwerk feuchter Gebäude befällt und zerstört, Holz-, Hausschwamm: d. Holzfußboden, Fensterbank war vom S. befallen; in dem Haus, Keller, Balken ist, sitzt der S.;

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Zitationshilfe
„Schwamm“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schwamm>, abgerufen am 25.09.2020.

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