Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schwelle, die

Schwelle, die; -, -n
1. am Boden befindlicher, etwas erhöhter Abschluß einer Türöffnung, Anschlag für die Tür: er stand schon auf der S.; sie hatte nur noch die S. zu wischen; du betrittst mir meine S. nicht mehr (kommst mir nicht mehr in meine Wohnung, mein Haus) jmdn. von der S. weisen (jmdm. den Eintritt verweigern)
2. Querbalken, auf dem die Eisenbahnschienen befestigt sind, Eisenbahnschwelle: Schwellen aus Spannbeton fertigen; Schwellen verlegen;
3. Geol. Bodenerhebung zwischen zwei Senken: Afrika ist … der Erdteil der Becken und Schwellen, der Hochländer und tektonischen Bruchgebiete Urania 1957
4. /übertr./ geh. an der S. des Jahres unmittelbar am Beginn des Jahres: an der S. seines Berufslebens, des Erwachsenseins; er steht auf der S. des Greisenalters; Ich habe das Gefühl, an der Schwelle einer wichtigen Erkenntnis zu stehen Jens Mann 39; Er … ist ihr bis an die Schwelle (bis an den Rand) des Verderbens gefolgt H. Mann 8,61; Psych. die S. des Bewußtseins (nicht feste Grenze zwischen Nichtbewußtem und Bewußtem, Bewußtseinsschwelle)

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Zitationshilfe
„Schwelle“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schwelle>, abgerufen am 18.09.2020.

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