Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Schwingung, die

Schwingung, die; -, -en
1. Phys. zeitlich periodische Zu- und Abnahme einer physikalischen Größe: d. Dauer, Amplitude, Frequenz einer S.; eine S. messen; mechanische, elektrische, harmonische, gedämpfte Schwingungen; die Schwingungen der elektrischen und magnetischen Feldstärke, einer Feder, eines Pendels; Schall besteht aus Schwingungen der Luft; Der Physiker sucht Farben und Töne auf Schwingungen zu reduzieren Einstein Relativitätstheorie 90
2. pendelnde, bogenförmige Bewegung
a) e. Schaukel, Glocke in Schwingungen versetzen; die Schwingungen des Perpendikels
b) das Bewegen in Bogen oder Kreisen, das Schwenken: durch Schwingung einer Fahne Kleist 3,246 (Kohlhaas)
3. das Vibrieren, Erzittern
a) die Schwingungen einer Membrane
b) akustisch wahrnehmbares Vibrieren: die Schwingungen einer Saite;
c) /übertr./ geh. zarte Regung, Nuance: die feinsten Schwingungen der Freude, des Leids; Es war nur eine der flüchtigen Schwingungen des menschlichen Gemütes gewesen L. Frank 6, 409
4. geh. geschwungene Form, bogenförmiger Verlauf: in edler Schwingung stieg die Innentreppe hinan Feuchtw. Goya 97; eine in breiter Schwingung von Höhe zu Höhe gespannte Talmulde Natur u. Heimat 1961

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Zitationshilfe
„Schwingung“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Schwingung>, abgerufen am 06.08.2020.

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