Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Segel, das

Segel, das; -s, -
am Mast eines Wasserfahrzeuges befestigtes, mit Tauen gespanntes, festes, dreieckiges oder trapezförmiges Tuch, durch das der Winddruck zur Fortbewegung genutzt wird: die S. knattern im Wind; pralle, geschwellte, schlaffe S.; die S. einziehen; ein S. hissen, norddt. heißen; Seemannsspr. S. setzen; ein S. reffen; die S. streichen; Die Fahrwasserenge darf nicht unter Segel (mit gesetzten Segeln) befahren werden Tageszeitung 1964; Und das Schiff mit acht Segeln / Und mit fünfzig Kanonen / Wird entschwinden mit mir Brecht Seeräuber-Jenny; /bildl./ die S. streichen resignieren, den Kampf, Widerstand aufgeben: es war nicht seine Art, vor Schwierigkeiten die S. zu streichen; umg. jmdm. den Wind aus den Segeln nehmen einem Gegner den Grund für sein Vorgehen nehmen, die Argumente des Gegners gegenstandslos machen: Schönhusen … überlegte, ob man nicht der Opposition den Wind aus den Segeln nahm, wenn man sofort einen neuen Redaktionsausschuß zusammenstellte Bredel Söhne 12; das ist Wind in seine S. (das fördert ihn, seine Absichten) mit vollen Segeln mit ganzer Kraft: Ich … trieb mit vollen Segeln dem verächtlichen Leben eines kleinen Berufsliteraten entgegen Hesse 1,281 (Camenzind)

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Seerecht Siele
Zitationshilfe
„Segel“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Segel>, abgerufen am 23.09.2020.

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