Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Segen, der

Segen, der; -s, -
1. Rel.
a) durch Worte, Formeln, Gebärden ausgedrückter Wunsch an eine in religiöser Vorstellung existierende höhere Macht, Gnade, Glück, Gedeihen, Schutz zu schenken: (jmdm.) den S. geben, geh. erteilen, spenden⌝; den S. (einen liturgischen Segenswunsch) sprechen, singen /übertr./ umg. jmd. gibt seinen S. zu etw. (jmd. billigt etw., jmd. gibt zu etw. seine Einwilligung) scherzh. geht nur baden, meinen S. habt ihr!
b) der S. (Gewährung der Gnade, des Gedeihens oder Schutzes) Gottes, des Himmels Er war ein wunderbarer Mensch, der Segen ruhte auf ihm, gesund würde er Mirjam machen J. Roth Hiob 299
2. umg. scherzh. reiche, meist unverhoffte Ernte, Beute: die Pflaumen hängen so voll, ich weiß gar nicht wohin mit dem S.; ist das der ganze S.?; Er deutete an, daß der Segen der Goldstücke nicht ausbleiben würde Jahnn Niederschrift 2,513
3. Glück, Wohltat: die Ergebnisse der Kernforschung zum S. der Menschheit nutzen; Er blies nämlich in einer der Dorfkapellen … die ein Segen des alten Italiens waren, begeistert die Posaune Werfel Verdi 169; umg. unsere Oma ist doch ein wahrer S. für die Kleinen

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Seerecht Siele
Zitationshilfe
„Segen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Segen>, abgerufen am 20.09.2020.

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