Souveränitä̱t, die; -, /ohne Pl./ [suw..]
franz.
1. Macht und Recht, frei nach eigenem Ermessen zu entscheiden, ohne dabei das Recht anderer zu verletzen
a) oberste Hoheitsgewalt eines Staates über seine inneren und auswärtigen Angelegenheiten: die staatliche S.; die S. eines Staates respektieren, beschränken, verletzen; das Völkerrecht beruht auf der Achtung der gegenseitigen S.; dieses Territorium untersteht der S. (Hoheit) eines anderen Staates
b) Recht einer Nation im Hinblick auf ihre Selbstbestimmung: Die nationale Souveränität … bietet die rechtmäßige Grundlage für den Kampf um die Schaffung eines eigenen unabhängigen Staates, um die staatliche Souveränität Neue Justiz 1968
c) Recht eines Volkes im Hinblick auf die ihm zustehende Staatsgewalt, Ausübung der Macht des Volkes innerhalb eines Staates, Volkssouveränität: Die Souveränität des werktätigen Volkes, verwirklicht auf der Grundlage des demokratischen Zentralismus, ist das tragende Prinzip des Staatsaufbaus Verfassung DDR 39;
2. geh. Überlegenheit, Sicherheit: die S., mit der der Schauspieler diese Regung zum Ausdruck bringen konnte, war verblüffend; er beherrschte das mit größerer S. als alle anderen;

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