Prodụkt, das; -(e)s, -e 〈lat.
   1. materielles Ergebnis menschlicher Arbeit, das der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dient, Erzeugnis: ein industrielles, landwirtschaftliches P.; ein tierisches, pflanzliches, chemisches, literarisches P.; die Produkte der Landwirtschaft, Industrie; ein P. von hoher Qualität; jmdm. ein P., Produkte liefern, verkaufen; Polit. Ök. das P. für die Gesellschaft (das durch die Arbeit der Werktätigen geschaffene Mehrprodukt für die soz. Gesellschaft); das P. für sich (der Teil des Produkts, der auf die in der Produktion stehenden Werktätigen leistungsgerecht verteilt wird); /bildl./ abwertend dieses Buch ist ein recht zweifelhaftes P.; spött. wie heißt denn dein neues P. (Werk)?⌉; /übertr./ ein P. derPhantasie; er ist das P. seiner Umwelt; diese Arbeit ist ein P. (Ergebnis) großen Fleißes; diese Fehler waren das P. (Folge) seiner Unsicherheit
   2. Math. Ergebnis der Multiplikation: zehn ist das P. aus fünf mal zwei
zu 1 /in Verbindung mit einzelnen Wirtschaftszweigen, z. B./ Agrar-, Industrie-, Molkereiprodukt; /ferner in/ Abbau-, Abfall-, Arbeits-, Ausgangs-, Ausscheidungs-, Boden-, End-, Fertig-, Fleisch-, Förderungs-, Gärungs-, Geistes-, Gesamt-, Haupt-, Kolonial-, Kreuzungs-, Kultur-, Kunst-, Landes-, Mehr-, Milch-, Natur-, Neben-, Netto(sozial)-, Phantasie-, Roh-, Sozial-, Spitzen-, Teer-, Veredelungs-, Verlegenheits-, Zerfalls-, Zersetzungs-, Zufalls-, Zwischenprodukt

Soziạl-, soziạl-:
-bevollmächtigte, der u. die Neupräg. DDR gewählter Funktionär der Gewerkschaftsgruppe, der als Bevollmächtigter für Sozialversicherung auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge sowie der Krankenbetreuung tätig ist;
-demokrat, der Mitglied einer sozialdemokratischen Partei, Anhänger der Sozialdemokratie;
-demokratie, die unter dem Einfluß von Marx und Engels gegründete, politisch und ideologisch revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse, die in Deutschland in der Zeit des Übergangs zum Imperial. immer mehr zu einer opportunistischen Strömung in der Arbeiterbewegung wurde und nach der Gründung der KPD, die die revolutionären Traditionen fortsetzte, eine bürgerlich orientierte Politik betrieb, nach 1945 in der BRD ganz auf die Positionen des westdeutschen Imperial. einschwenkte;
-demokratisch /Adj.; entsprechend der Bedeutung von -demokratie/: die Sozialdemokratische Partei Deutschlands /Abk.: SPD/;
-demokratismus, der Ideologie und Politik der rechten Führung der Sozialdemokratie;
-etat, der Neupräg. Etat für soziale Leistungen eines Betriebes oder Staates;
-fonds, der vgl. -etat;
-fürsorge, die staatliche Unterstützung, Betreuung und Pflege für wirtschaftlich oder gesundheitlich in Not geratene sowie alle hilfsbedürftigen Mitglieder der Gesellschaft;
-hygiene, die
   1. Erforschung von Maßnahmen, die die Gesellschaft zur Förderung der Gesundheit ihrer Mitglieder treffen kann
   2. Förderung und Sicherung der Gesundheit der Mitglieder der Gesellschaft;
-kritisch /Adj./ an den Verhältnissen der bestehenden Gesellschaftsordnung Kritik übend: ein s. Drama, Film, Werk, Thema; eine s. Stellung einnehmen;
-leistung, die Neupräg. Leistung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen, zur Sicherung der Gesundheit sowie der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Mitglieder der Gesellschaft;
-ökonomisch /Adj./ Neupräg. DDR die Gliederung der Gesellschaft nach den verschiedenen Eigentumsformen an den Produktionsmitteln betreffend: die s. Struktur der Gesellschaft;
-partner, der Neupräg. BRD /entsprechend der Bedeutung von -partnerschaft/;
-partnerschaft, die Neupräg. BRD angebliche Partnerschaft zwischen Kapitalisten und Arbeiterklasse /bürgerl. Begriff, der den antagonistischen Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital verschleiert und den Klassenkampf leugnet/;
-politik, die Maßnahmen eines Staates, einer politischen Organisation zur Gewährleistung der sozialen Sicherheit und Entwicklung der Werktätigen, die in ihrer Zielsetzung vom Klassencharakter des betreffenden Staates, der betreffenden Organisation abhängen: Als Gegenleistung verlangten die Konzernherren den weitgehenden Abbau der Sozialpolitik Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung 7,152;
-prestige, das; Neupräg. BRD Ansehen, das jmd., meist auf Grund seines Besitzes, in der Gesellschaft genießt;
-produkt, das; /Begriff der bürgerl. Ökonomie/ Gesamtergebnis der wirtschaftlichen Tätigkeit eines Jahres innerhalb eines Landes: der Anteil am S.;
-reformismus, der; Ideologie und Politik des reformistischen Teils der Arbeiterbewegung;
-versicherung, die; /Abk.: SV/ Einrichtung zur materiellen Versorgung von Werktätigen bei Krankheit, Unfall, Mutterschaft, Invalidität und im Alter sowie zum vorbeugenden Gesundheitsschutz;
-versicherungsbeitrag, der;
-versicherungspflicht, die;
-wesen, das /ohne Pl./ Gesamtheit der Einrichtungen und Maßnahmen auf den Gebieten, die die soziale Sicherheit und Entwicklung bestimmen: das betriebliche S.; die Leistungen des Gesundheits- und Sozialwesens der DDR;
-wohnung, die Neupräg. BRD für Mieter mit niedrigem Einkommen in der BRD vorgesehene Wohnung mit relativ niedriger Miete
zu -produkt: Brutto-, Nettosozialprodukt

Zitationshilfe
„Sozialprodukt“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Sozialprodukt>, abgerufen am 15.11.2018.

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