Speziạl-
lat.etw. Spezielles, Besonderes betreffend, Sonder-: -abteilung, die
-anzug, der: der S. eines Tauchers, Kosmonauten;
-arbeit, die;
-arzt, der Facharzt: seine Krankheit mußte von einem S. behandelt werden;
-aufgabe, die;
-ausbildung, die Ausbildung, durch die Kenntnisse, praktische Fähigkeiten auf einem bestimmten, begrenzten Gebiet er- worben werden: eine S. im Tauchen, Segelfliegen;
-behandlung, die;
-bildung, die vgl. -ausbildung: Gemeinschaft allseitig gebildeter und harmonisch entwickelter Menschen, die ... über eine hohe Allgemeinbildung und Spezialbildung verfügen Verfassung DDR 25;
-disziplin, die: Wissensch. das Familienrecht ist eine wichtige juristische S.; biologische Spezialdisziplinen; Sport sie siegte in ihrer S., dem Weitsprung;
-fach, das vgl. -gebiet;
-fahrzeug, das Fahrzeug, das für einen besonderen Verwendungszweck konstruiert und ausgerüstet ist;
-fall, der: daß der Februar 29 Tage hat, ist ein S., der nur alle 4 Jahre wiederkehrt;
-farbe, die: eine wasserabweisende S.;
-gebiet, das Fachgebiet, Teil eines größeren Fachbereichs: das S. dieses Arztes ist die Herzchirurgie; Gebiet, für das man sich, bes. außerberuflich, sehr interessiert, auf dem man gut Bescheid weiß: d. Münz-, Vogelkunde war schon immer sein S.;
-geschäft, das Fachgeschäft: ein S. für Handschuhe; in einem S. kaufte er sich /Dat./ ein Paar Schier;
-glas, das Glas, das für einen besonderen Verwendungszweck hergestellt, bestimmt ist;
-holz, das vgl. -glas;
-kamera, die vgl. -glas;
-karte, die Landkarte für ein besonderes Gebiet, mit einem besonderen Thema: eine S. der Sächsischen Schweiz im Maßstab 1:50 000; eine geologische, hydrologische S.;
-kenntnisse, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./: diese Aufgabe erfordert gründliche S.; er verfügte nur über geringe S. auf diesem Gebiet;
-lack, der vgl. -glas;
-mittel, das;
-papier, das vgl. -glas;
-schule, die Schule, in der die Schüler eine Spezialbildung erhalten, auf einen speziellen Berufszweig vorbereitet werden;
-studium, das;
-training, das;
-truppe, die Mil.;
-verkaufsstelle, die: eine S. für Tabak und Spirituosen;
-wagen, der vgl. -fahrzeug;
-wissen, das Wissen auf einem bestimmten Spezialgebiet;
-wörterbuch, das Fachwörterbuch


Farbe, die; -, -n
   1. durch Lichtstrahlen bestimmter Wellenlänge hervorgerufene Erscheinung vor dem Auge
   a) die rote, grüne, gelbe, weiße F.; eine helle, lichte, grelle, düstere, dunkle, matte F.; bunte, warme, kalte, weiche, harte, zarte, satte, lebhafte, frische, kräftige, leuchtende, schreiende, gedeckte, gedämpfte, stumpfe Farben; die Farben des Regenbogens, Sonnenspektrums; die F. des Pullovers steht ihr gut; die Farben der Möbel, Gardinen und Tapeten sind aufeinander abgestimmt, passen gut zusammen, umg. beißen sich (passen nicht zueinander)⌉; die Farben des Kleides sind verblaßt, verschossen; welche F. hat dein neuer Mantel?; der Stoff gefällt mir gut in F. und Muster; Schihosen, Anoraks in modischen Farben; die Gladiolen leuchten in den herrlichsten Farben; der Edelstein glitzert, schillert, spielt in allen Farben; Gesichtsfarbe: eine gesunde, frische, krankhafte, blasse F. haben; bei dieser Nachricht, plötzlich, vor Zorn wechselte er die F. (bekam er eine andere Gesichtsfarbe); seine Bestürzung war so groß, daß die F. aus seinen Zügen wich, sein Gesicht alle F. verlor (er blaß, bleich wurde); nur langsam bekam er nach der Krankheit wieder (etwas, eine bessere) F.; Und das ist Glen, die hatte immer so trübselige Farben (Kleidung in trübseligen Farben) an Gaiser Schlußball 31; diese F. (Kleidung in dieser Farbe) steht ihr gut
   b) Buntheit im Ggs. zu weiß, schwarz: das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, zum Teil in F.; Aber die Sonne duldet kein Weißes: / ... Alles will sie mit Farben beleben Goethe Faust I 913
   c) /als Symbol
   α) für eine Nation; Sg. ungebräuchl./ die Farben des Landes, der Republik; die französischen Farben; das Flugzeug trug die amerikanischen Farben; er wird für die deutschen Farben starten, hat den Sieg für die deutschen Farben errungen
   β) für eine Partei/ die F. (Partei) wechseln; Die Bayernpartei, von den Journalisten aller Farben ... als Lieferantin kräftiger Pointen geschätzt Tageszeitung BRD 1956
   γ) für eine Verbindung, Vereinigung, Mannschaft; Sg. ungebräuchl./ die Farben der studentischen Verbindung, des Tanzkreises, der Handballmannschaft sind grün-weiß, blau-rot
   δ) für einen Begriff/ die F. der Hoffnung ist Grün; Rot ist die F. der Liebe
   d) /übertr./ als durch einen Zufall eine ganz neue Farbe (etwas ganz Neues) in sein Dasein kam Hesse 1,639; Ausdruckskraft: daß landschaftliche Sprachformen bis in die Schriftsprache vordringen und ihr Farbe geben Sprachdienst 1964; seine Theaterberichte hatten keine F.; Leben, Lebendigkeit: In dürren Zeitungsnotizen spuken die Namen solcher Gefährten, die im Buch vielleicht ein wenig Saft und Farbe bekamen Seghers 1,94 (Gefährten); erst in der zweiten Halbzeit kam F. in das Spiel; Mus. Klangfarbe: der Komponist brachte die Variationen in verschiedenen Farben
   2. färbendes Mittel: blaue, weiße, dunkelgrüne, hellbraune F.; eine echte, unechte, natürliche, künstliche, flüssige, pulverförmige F.; dicke, verdünnte, wässerige, in Terpentin lösliche, lichtbeständige, kochechte, gesundheitsschädliche, giftige Farben; die Farben der Decke sind beim Waschen ausgegangen, ausgelaufen; die F. hat bereits gebunden, deckt (gut), blättert, bröckelt, platzt von den Wänden (ab); Farben mischen, einrühren, mit Wasser anrühren; die Farben des Gemäldes auffrischen; der Stoff hat die F. gut, nicht angenommen; eine F. (dick, dünn) auftragen; Leim ist ein Bindemittel für Farben; es riecht nach F.; /bildl./ etw., d. Zukunft, Reise ins Ausland in den rosigsten, schillerndsten, verlockendsten Farben (besonders günstig) darstellen, schildern, in den dunkelsten, düstersten, schwärzesten Farben (besonders ungünstig) ausmalen; veralt. F. halten treu, beständig sein: Und hat sich keinen Freund damit, nicht einen / Erkauft, der in der Not ihm Farbe hielt! Schiller Wallenst. Tod IV 2
   3. /Bezeichnung für jede der vier parallelen Reihen der Spielkarten/ welche F. ist Trumpf?; eine F. ausspielen, anspielen; F. zugeben, bedienen; /übertr./ umg. F. bekennen (seine wahre Meinung offenbaren)
zu 1 a /in Verbindung mit Teilen des menschlichen Körpers, z. B./ Augen-, Gesichts-, Haar-, Hautfarbe; /ferner in/ Anlauf-, Fehl-, Haupt-, Holz-, Kontrast-, Lieblings-, Mode-, Normal-, Regenbogen-, Spektral-, Stubenfarbe zu 1 c α Bundes-, Landes-, Nationalfarben zu 1 d Klangfarbe zu 2 /in Verbindung mit Tätigkeiten, z. B./ Deck-, Druck-, Grundier-, Leucht-, Stempel-, Tarn-, Tuschfarbe; /in Verbindung mit Bindemitteln, z. B./ Lack-, Leim-, Öl-, Temperafarbe; /in Verbindung mit Metallen und Materialien, z. B./ Blei-, Eisen(oxyd)-, Emaille-, Kalk-, Leder-, Metall-, Stoff-, Teerfarbe; /ferner in/ Anilin-, Aquarell-, Drucker-, Grund-, Künstler-, Mineral-, Lasur-, Pastell-, Plakat-, Schutz-, Speise-, Spezial-, Wasserfarbe zu 1 a u. 2 /in Verbindung mit Farbbezeichnungen, z. B./ Azur-, Champagner-, Elfenbein-, Ocker-, Zitronenfarbe; /ferner in/ Bronze-, Komplementär-, Misch-, Naturfarbe

Zitationshilfe
„Spezialfarbe“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Spezialfarbe>, abgerufen am 22.01.2018.

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