Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Spießrutenlaufen, das

-rutenlaufen, das
1. hist. barbarische militärische Strafe des 17. und 18. Jahrhunderts, bei der der Verurteilte mit entblößtem Oberkörper durch eine von 100–300 Soldaten gebildete Gasse laufen mußte und dabei von jedem der Soldaten einen Hieb mit der Spießrute über den Rücken erhielt
2. /übertr./ neugieriges (und spöttisches) Angesehenwerden von Leuten, an denen jmd. vorbeigehen muß: er empfand den Gang zum Rednerpult als reinstes S.;

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