Stärke, 1die; -, -n
1. /Pl. ungebräuchl./ große Kraft, großes Leistungsvermögen
a) körperliche Kraft: männliche, jugendliche, körperliche, herkulische S.; die S. eines Mannes, Athleten; die S. eines Stiers, des Löwen; die S. seiner Arme, Muskeln, Fäuste; die S. seiner Nerven war erstaunlich; man erkannte ihn schon an der S. seiner Stimme;
b) Macht: die S. eines Staates, der Partei, einer Gewerkschaft, der Armee; Entscheidend für den Einfluß und die Kraft des Sozialismus ist vor allem die politische, ideologische und ökonomische … Stärke der sozialistischen Staaten Neue Justiz 1969
2. /Pl. ungebräuchl./ charakterliche Festigkeit, Willensstärke: charakterliche, innere S.; in diesem Verhalten zeigt sich seine menschliche, moralische S.; die S. seines Willens, ihres Glaubens;
3. Dicke, Durchmesser
a) die S. eines Baumes, Astes, Balkens, Kabels, Seiles, Strickes; die S. des Leders, der Sohlen; ein Baum, eine Mauer von einem Meter S.; Bretter von verschiedener S.; Garn in verschiedenen Stärken; die S. dieser Wand, Mauer beträgt 50 Zentimeter
b) verhüll. Beleibtheit: er, sie hat an S. zu-, abgenommen;
4. /Pl. ungebräuchl./ (Dicke und) Festigkeit, Haltbarkeit, Widerstandsfähigkeit: die S. des Papiers, Stoffes, Bindfadens reicht für diesen Zweck aus;
5. hoher Grad, Intensität: die S. des Lichtes, Druckes, der Strömung; der Lärm, Regen nahm an S. zu; die S. des Fiebers, einer Erkältung; die S. seiner Bedenken, Zweifel; die S. (Heftigkeit) eines Gewitters, des Unwetters die S. des Sturmes nahm noch zu; die S. ihrer Schmerzen ließ endlich nach; die S. eines Gefühls, einer Leidenschaft;
6. Anzahl, zahlenmäßige Größe: die S. unserer Handelsflotte hat sich in den letzten Jahren beträchtlich erhöht; die S. der Armee, Flotte wurde (um ein Viertel) verringert; diese Schulklasse hat eine S. von 30 Schülern;
7. /Pl. ungebräuchl./ Gehalt, Kraft der Wirkung, Konzentration: die S. des Kaffees, Tees, Alkohols, einer Arznei, eines Medikaments, eines Giftes; die S. einer Säure messen, überprüfen;
8. Leistungsfähigkeit
a) die S. eines Motors, einer Maschine; Brillengläser von besonderer S.
b) Leistungsstärke und Tüchtigkeit, Geschick, Erfahrung: die S. eines Spielers; die S. dieser Mannschaft liegt in ihrem guten Zusammenspiel; Chemie ist nicht seine S. (für Chemie ist er nicht besonders begabt) daß das Sozialkritische durchaus nicht … zu meinen Stärken gehört Th. Mann 11,729; das ist, darin liegt seine S. (das liegt ihm besonders, das kann, beherrscht er gut)

Stärke, 2die; -, -n /Pl. ungebräuchl./
1. Vorratsstoff in Pflanzen, der sich in Form von weißen Körnchen aus Traubenzucker bildet und bes. in Wurzeln, Knollen oder Samen gespeichert wird: S. aus Kartoffeln, Weizen, Reis, Mais; durch Gärung wird S. in Zucker verwandelt;
2. aus Reis-, Weizenstärke hergestelltes Mittel zum Steifen von Wäsche: einen Hemdkragen, die Wäsche mit S. behandeln (steif machen) ein Paket S.;

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …