Stein1-, stein1-:
-adler, der großer Adler mit schwarzbraunem Gefieder, der in den Felswänden der Hochgebirge horstet: über dem Bergwald kreiste ein S.;
-axt, die hist. steinzeitliche Axt: die S. des Urmenschen;
-bank, die;
-bau, der
   1. /ohne Pl./ das Herstellen von Bauten und Bauteilen aus Stein
   2. /Pl. -bauten/ Gebäude aus Stein: die Steinbauten der Großstädte;
-beil, das vgl. -axt;
-beißer, der kleine orangefarbene Schmerle mit braunen Flecken und sechs kurzen Barteln, die in klaren Gewässern mit sandigem Grunde lebt;
-bild, das: Narzissen blühten am Fuß der Steinbilder des Kreuzgangs Remarque Zeit zu leben 321; er saß ruhig wie ein S. (ganz ruhig);
-bildhauer, der Künstler, der aus Stein Plastiken bildet;
-block, der: aus der Felswand löste sich ein großer S.;
-bock, der
   1. die obersten Regionen der Hochgebirge bewohnendes, gewandt kletterndes, den Ziegen ähnliches Tier mit hellem, grauem Fell
   2. Astron. /Sternbild und Tierkreiszeichen/; der Wendekreis des Steinbocks (südlicher Wendekreis);
-boden, der
   1. steiniger, felsiger Boden
   2. Fußboden aus Steinplatten: der S. der Halle;
-brech, der; -(e)s/ -, -e ausdauernde staudige Pflanze mit rötlichweißen Blüten und rosettenförmig angeordneten Blättern, die vor allem im Gebirge vorkommt und eine beliebte Zierpflanze ist: roter S.;
-brecher, der Techn. Brechmaschine zum Zerkleinern von Gestein: In den Steinbrechern ... wird das Nebengestein zu Schotter für Straßenbau und Bahnanlagen zerknackt Dt. Lehrerzeitg. 1957;
-bruch, der Lagerstätte von Gestein, wo im Tagebau Steine losgebrochen werden: ein großer, verlassener S.; Steine im S. brechen, losschlagen;
-brucharbeiter, der;
-brücke, die;
-butt, der großer, fast kreisrunder Plattfisch mit auf der Oberseite verteilten steinharten Knöchelchen;
-damm, der;
-druck, der
   1. Lithographie: ein alter S.
   2. /ohne Pl./ Technik der Lithographie: Senefelder, der Erfinder des Steindrucks;
-eiche, die kleiner, bes. in Südeuropa vorkommender immergrüner Baum, Strauch mit ledrigen Blättern;
-erweichen, das; /nur in der festen Verbindung/ umg. zum S. herzzerreißend: ein Anblick zum S.; sie heulte zum S.;
-figur, die;
-fliese, die: den Fußboden mit Steinfliesen belegen;
-frucht, die Frucht mit festem Samenkern: die Pflaume ist eine S.;
-fundament, das: das S. des Hauses;
-fußboden, der: die glatten Steinplatten des Steinfußbodens;
-garten, der gärtnerische Anlage mit Steinen und Gebirgspflanzen;
-geworden /Adj./ geh. zu Stein geworden: diese Burg ist s. Vergangenheit; so daß man [beim Blick auf die Sandsteinfiguren des Mailänder Doms] das zauberhafte Bild einer steingewordenen Märchenwelt erblickte Brugsch Arzt 305;
-grau /Adj./: ein s. Himmel; er hat s. Augen; die s. Uniformen der Nationalen Volksarmee;
-gut, das hartgebrannte, glasierte Irdenware mit weißem, porösem Scherben für Geschirr, Wandfliesen und sanitäre Artikel;
-gutgeschirr, das: weißes S.;
-hagel, der: nach der Sprengung der Ruine ging ein S. nieder; sie wurden plötzlich von einem S. überschüttet;
-halde, die: am Fuße des Berges war eine hohe S.;
-haufen, der: die alte Burg war nur noch ein S.;
-haus, das;
-holz, das Fußbodenbelag aus Sägespänen und einem Gemisch von Magnesiumverbindungen als Bindemittel;
-kauz, der kleiner Kauz mit flachem Kopf und durchdringender Stimme, der offenes, auch felsiges Gelände bewohnt;
-klotz, der;
-kohle, die tiefschwarze, fettig glänzende Kohle mit hohem Gehalt an Kohlenstoff;
Steinkohlen-:
-bergbau, der
-bergwerk, das;
-flöz, das;
-förderung, die;
-formation, die;
-grube, die;
-lager, das;
-produktion, die;
-revier, das;
-zeche, die;

Stein1-, stein-1:
-krug, der
-kugel, die;
-lawine, die: eine S. sperrte den Gebirgspaß;
-mal, das: ein Friedhof mit alten Steinmalen (Grabsteinen);
-marder, der graugelber, an der Kehle weiß gefleckter Marder, der sich gern in Scheunen und Ställen aufhält und bes. dem Geflügel nachstellt;
-massiv, das Gebirgsmassiv: das S. des Harzes;
-mauer, die: eine lange, hohe S.;
-meißel, der Meißel zur Bearbeitung von Stein;
-metz, der; -en, -en Facharbeiter, der Natur- und Kunststein nach Vorlagen handwerklich bearbeitet: der S. grub mit dem Meißel eine Inschrift in das Portal ein;
-obst, das aus Steinfrüchten bestehendes Obst;
-pfeiler, der: eine Brücke auf Steinpfeilern;
-pflaster, das Straßenpflaster aus Steinen;
-pilz, der sehr wohlschmeckender Röhrenpilz mit braunem Hut und weißem Fleisch: ein Gericht mit Steinpilzen;
-plastik, die: eine griechische S.;
-platte, die: ein mit Steinplatten belegter Flur, Fußboden;
-quader, der: ein schwerer S.; Wände aus mächtigen Steinquadern;
-salz, das kristallinisch in unterirdischen Lagerstätten vorkommendes Natriumchlorid, das als Speisesalz oder für technische Zwecke Verwendung findet: eine mit S. gesättigte Sole;
-salzbergwerk, das;
-schlag, der
   1. (lawinenartiges) Niedergehen von durch Frost, Druck gelockertem Gestein im Gebirge: ein schwerer, donnernder S.; der Bergsteiger wurde durch einen S. in die Tiefe gerissen
   2. Bauw. gebrochenes, zerkleinertes Gestein, Schotter: S. für den Unterbau einer Straße verwenden;
-schleifer, der Facharbeiter, der (Edel)steine schleift;
-schleuder, die Schleuder, mit der Steine geworfen werden: der Junge schoß mit einer S. nach Spatzen; hist. /Wurfgeschütz/ die mittelalterlichen Steinschleudern;
-schliff, der
   1. das Schleifen von (Edel)steinen: den S. beherrschen
   2. Art und Weise, wie ein (Edel)stein geschliffen ist;
-schneider, der Facharbeiter, der (Edel)steine schneidet;
-schnitt, der vgl. -schliff 1 u. 2;
-schotter, der: der S. des Bahndammes;
-setzer, der Arbeiter, der Straßen pflastert;
-sockel, der: der S. des Denkmals;
-stoßen, das Sport leichtathletische Übung, bei der der Stoßstein mit der Hand von der Abwurflinie aus gestoßen wird;
-stufe, die: eine glatte' ausgetretene S.;
-tafel, die;
-terrasse, die: die Steinterrassen des Schlosses;
-treppe, die: die S. des Turmes;
-trog, der: das Brunnenwasser floß in einen S.;
-turm, der;
-übersät /Adj./ geh.: eine s. Halde;
-wall, der: er kletterte über einen S.;
-wand, die: die hohe S. der Mauer; die engen Steinwände einer Schlucht;
-wurf, der Wurf mit einem Stein: ein S. traf ihn an die Stirn; das Schaufenster war durch einen S. zertrümmert worden; jmdn. mit Steinwürfen empfangen, überfallen; ein S. weit so weit, wie man mit einem Stein werfen kann: die Hütte steht nur einen S. von der Straße entfernt; einen S. weit lag der See; [Die Ismaeliter] müssen bald ... vorüberziehen drei Steinwürfe von wo ihr sitzet! Th. Mann 3,597 (Joseph);
-wüste, die;
-zeit, die Archäol. ältester, von 600 000 bis 1 800 vor der Zeitenwende reichender Zeitraum der Urgeschichte, in dem der Mensch vorwiegend Steine als Werkzeuge verwendete: die ältere, mittlere, jüngere S.; die Ausgrabungen aus der S.;
-zeitlich /Adj./ die Steinzeit betreffend, aus der Steinzeit stammend: eine s. Feuerstätte, Höhle;
-zeug, das hartgebrannte, glasierte Irdenware mit meist blaugrauem Scherben für chemisch-technische Geräte und Leitungsrohre: ein Kanalisationsrohr aus S.
zu -bau: Backsteinbau zu -beil: Feuersteinbeil zu -block: Sandsteinblock zu -boden: Backsteinboden zu -figur: Sandsteinfigur zu -mauer: Backsteinmauer zu -pflaster: Kopfsteinpflaster zu -plastik: Sandsteinplastik zu -platte: Sandsteinplatte zu -turm: Backsteinturm

Mal1, das; -(e)s, -e/ selten Mäler
   1. Zeichen, Fleck auf der Haut, am Körper
   a) er trug ein M. auf der Stirn; Mäler von dem grünlichen Safte waren [an der Hand] verblieben Rinser Gläserne Ringe 27
   b) Wundmal: ein blutiges M.; die dicken ... Blutstropfen, die aus den Malen quollen Eulenberg Sonderbare Geschichten 22
   c) Muttermal: sie hat ein kleines, rotes, feuriges M. im Gesicht
   2. Monument, Mahnmal, Denkstein: sahen wir in der Ferne etwas, was einem Mal glich, das sich jemand aufgerichtet hat Nossack Spirale 357
   3. Sport markierter Punkt für den Beginn und das Ziel, bes. beim Schlagballspiel
zu 1 a Brand-, Haut-, Kains-, Schand-, Würg(e)mal zu 1 b Nägel-, Wundmal zu 1 c Feuer-, Muttermal zu 2 Denk-, Ehren-, Erinnerungs-, Gedächtnis-, Grab-, Mahn-, Steinmal dazu Merkmal

Zitationshilfe
„Steinmal“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Steinmal>, abgerufen am 16.11.2018.

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