Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Tücke, die

Tücke, die; -, -n
1. /ohne Pl./ boshaftes, hinterhältiges Wesen: die T. eines Menschen, Feindes; er ist, steckt voll T.; sie ist frei von jeder T.; jmds. T. fürchten, entlarven; jmdn. mit gemeiner T. verfolgen; umg. /in dem Wortpaar/ mit List und T. mit Raffiniertheit und Mühe: sie haben ihr Ziel mit List und T. erreicht; /übertr./ verborgene Gefahr: die T. des Moores; daß mich alteingesessene Europäer vor der Tücke des liberianischen Urwaldes … warnten Schomburgk Afrika 240 die T. des Objekts sich plötzlich und unvermutet einstellende Schwierigkeit bei praktischer Tätigkeit: der Faden riß: T. des Objekts;
2. boshafte Handlung, hinterhältiger Anschlag: er ist fähig, bereit zu jeder T.; sie waren immer seinen Tücken ausgesetzt; landsch. bes. norddt. er hat seine Nücken und Tücken er hat schrullige Eigenheiten: In Lessings Briefwechsel mit Eva König sind alle seine Nücken und Tücken verzeichnet Mehring Lessing-Legende 405; /nur im Pl.; übertr./ versteckte Mängel, Gefahren: die Tücken eines Motors; der Beton hat seine Tücken;

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Zitationshilfe
„Tücke“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Tücke>, abgerufen am 18.01.2021.

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