Tier, das; -(e)s, -e
1. /Verkl.Tierchen, Tierlein/ Lebewesen, das beweglicher, reizbarer, innerlich stärker gegliedert ist als die Pflanze, im Unterschied zu den grünen Pflanzen nur organische Stoffe als Nahrung aufnimmt und den für seinen Stoffwechsel benötigten Sauerstoff über besondere Atmungsorgane erhält: ein männliches, weibliches, zahmes, wildes, nützliches, schädliches, jagdbares, einheimisches, exotisches T.; in der Fabel ist der Löwe der König der Tiere; Zool. die niederen Tiere (die Wirbellosen) die höheren Tiere (die Wirbeltiere) Mensch und T.; ein T. frißt, verendet; ein T. schlachten; man darf ein T. nicht quälen; Tiere halten, füttern, abrichten, dressieren, züchten; im Zoo Tiere zur Schau stellen; jmd. kann mit Tieren umgehen; er liebte sein Pferd sehr und wollte sich von dem treuen, edlen T. nicht trennen; jmd. schreit, brüllt wie ein T.; wenn er betrunken ist, benimmt er sich wie ein T. (benimmt er sich menschenunwürdig) Denn in jedem Menschen ist ein Hunger und verhält sich wie ein reißendes Tier Musil Mann 1173; /übertr./ bei ihm brach das T. (im Menschen) durch (er benahm sich menschenunwürdig, roh) er sank zum T. herab; einen Trunkenbold von Vater hat man, ein Tier – vor dem die … eigene Tochter nicht sicher ist G. Hauptm. Sonnenaufgang III; er ist ein (richtiges) T. (er ist roh, seinen Instinkten, Trieben unterworfen) salopp sie ist ein gutes T. (gutmütig und beschränkt) jmd. ist ein großes, salopp spött. hohes T. (steht in der gesellschaftlichen Rangordnung oben, genießt öffentliches Ansehen) ; /sprichw./ jedem Tierchen sein Pläsierchen (man soll jedem sein Vergnügen lassen, auch wenn man es selbst nicht begreift)
2. Jägerspr. weibliches Stück vom Rot-, Dam-, Elchwild

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