Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Tribüne, die

Tribü̱ne, die; -, -n
franz.
1. großes, oft überdachtes, stabiles, oft hölzernes Gerüst mit übereinander angeordneten Sitzreihen, auf denen die Zuschauer oder Ehrengäste bei einer (Sport)veranstaltung oder Kundgebung gute Sicht haben: eine T. errichten, aufbauen, abreißen; auf der T. sitzen, stehen; die Demonstranten zogen an der T. vorbei; die Ehrengäste grüßten, winkten von der T. herab; die Tribünen sind dicht besetzt; die T. (die Zuschauer auf der Tribüne) klatschte Beifall
2. erhöhte Plattform, bes. für den Redner, Rednertribüne, Podium: ein Redner bestieg die T., stand auf der T.; Wir hörten ihn [Barbusse] von den Tribünen donnern / Gegen die Pest des Kriegs Weinert Rufe 246
3. /übertr./ Ort, an dem etw. Bestimmtes geschieht, Schauplatz: Die Presse ist die Tribüne für die gesellschaftliche Kritik Tageszeitung DDR 1953; Karl Liebknecht … hatte in glänzender Weise auf der Tribüne des Gerichts die reaktionäre Klassenjustiz angeprangert Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung 4,86

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Tragiker Typisierung
Zitationshilfe
„Tribüne“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Tribüne>, abgerufen am 23.09.2021.

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