Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Trichter, der

Trichter, der; -s, -
1. kegelförmiges, hohles Gerät
a) mit einem Abflußrohr am spitzen Ende, das zum Eingießen von Flüssigkeiten in enge Öffnungen dient: ein T. aus Metall, Glas, Kunststoff; Obstsaft durch einen, mit einem T. in Flaschen einfüllen;
b) zum Verstärken des Schalls, Schalltrichter: durch einen T. rufen, sprechen, Kommandos geben; er legte die Hände als T. an den Mund;
c) sich erweiterndes Ende eines Blechblasinstruments, aus dem der Ton austritt: der T. einer Posaune;
2. meist durch den Einschlag schwerer Geschosse erzeugte, runde Vertiefung im Erdboden, die oben breit ist und sich nach unten verjüngt: eine flacher, tiefer, großer, frischer T.; ein T. von zehn Meter Durchmesser; ein mit Schlamm, Wasser gefüllter T.; der T. eines Vulkans; Und wo das Lagerhaus gestanden war … gähnte ein riesiger Trichter Aichinger Hoffnung 155
3. /in übertr. Wendungen/ salopp jmdn. auf den (richtigen) T. bringen (jmdm. mit einem Hinweis zu einer Erkenntnis verhelfen) jetzt bin ich (endlich) auf den T. gekommen (habe ich endlich den richtigen Weg gefunden) er ist auf den T. (Einfall, Idee) gekommen, die Sache so durchzuführen

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Zitationshilfe
„Trichter“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Trichter>, abgerufen am 20.01.2020.

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