Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Tropfen, der

Tropfen, der; -s, - /Verkl.: Tröpfchen/
1. kleine Menge Flüssigkeit in Form eines Eies oder einer Kugel: ein T. Wasser, Öl, Honig, Blut; von der Medizin sind dreimal täglich zehn T. einzunehmen; die ersten T. (Regentropfen) sind schon gefallen es begann in feinen T. zu regnen; er hatte einen T. an der Nase; große T. (Schweißtropfen) standen ihm auf der Stirn /bildl./ ein T. ein wenig, etwas Flüssiges: ich habe keinen, nicht einen T. (Milch) im Hause; das war der letzte T. (Rest) dem Kind ein paar T. Tee einflößen; das ist wie ein T. auf den heißen Stein (kaum, gar nicht wahrzunehmen, viel zu wenig) /sprichw./ steter T. höhlt den Stein (Beharrlichkeit führt zum Ziel) /übertr./ Aber ein Tropfen Dankbarkeit war doch jedenfalls mit dabei Brod Zauberreich 272; in der Süße der Liebesmelodie fand sich stets ein Tropfen Wermut Victor Schriften 3,412
2. /Pl.; Sg. ungebräuchl./ umg. Medizin, die in Form von 1 genommen wird: schmerzstillende T.; jmdm. T. verschreiben; T. einnehmen;
3. umg. scherzh. ein guter T. ein guter Wein, Weinbrand, Branntwein: das ist ein edler (sehr wohlschmeckender) T.

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Tragiker Typisierung
Zitationshilfe
„Tropfen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Tropfen>, abgerufen am 23.09.2021.

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