Trotz, der; -es, /ohne Pl./
Starr-, Eigensinn, Widerspenstigkeit: /bes. von Kindern/ kindlicher, störrischer, unbeugsamer, zorniger T.; das Kind schwieg aus T., rührte sich aus T. nicht von der Stelle; aus T. mit den Füßen trampeln; jmds. T. brechen; /übertr./ geh. jmdm. T. bieten sich widersetzen, standhalten: den Drohungen, dem Angriff des Feindes T. bieten; jmdm. zum T. entgegen dem Wunsch von jmdm.: jmdm. zum T. mit der Arbeit fortfahren; dir zum T. gehe ich nicht; in Glauchau hatte ich den Vorschlag gemacht, dem Ministerium zum Trotz einen Gauverband zu gründen Bebel Aus meinem Leben 126; aller Gefahr zum T. alle Gefahr mißachtend: allen Widerständen, Schwierigkeiten zum T. ging der Aufbau voran; er ging, allem Zureden seiner Mutter zum T.

trotz /Präp. mit Gen., seltener mit Dat./
ungeachtet, ohne Rücksicht auf: t. allen Fleißes, aller Versuche; t. aller Aufregung, heftiger Anstrengungen; t. des schlechten Wetters gingen wir spazieren; /seltener, bes. österr., schweiz. mit Dat./ t. dem schlechten Wetter, gewissen Beobachtungen, allen Erfahrungen, allen Zweifeln; t. dem Verbot des Vaters ging der Junge auf das Eis; /in der festen Verbindung/ t. allem, t. alledem

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …