Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Umtrieb, der

Umtrieb, der; -(e)s, -e
1. /nur im Pl./ abwertend aus gegnerischer Einstellung gegen eine bestehende staatliche, gesellschaftliche Ordnung unternommene, auf Umsturz gerichtete Aktivitäten: geheime, feindliche, politische, reaktionäre, hochverräterische Umtriebe; er wurde wegen staatsfeindlicher Umtriebe verhaftet, angeklagt; daß es notwendig ist, gegenüber den Umtrieben des Imperialismus … auch künftig wachsam zu sein Tageszeitung DDR 1971
2. landsch. das Treiben, Herumtreiben: von seiner Lust am Umtrieb ergriffen, hatte er dann seine Frau … endgültig verlassen Tralow Kepler 10; schweiz. /nur im Pl./ Umtriebe Zeit oder Geld verschlingende, lästige, unnütze Nebenarbeiten, Laufereien: Es war im September, Stiller mit allerlei Umtrieben für eine Ausstellung sehr beschäftigt Frisch Stiller 371

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
ungebärdig
Zitationshilfe
„Umtrieb“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Umtrieb>, abgerufen am 25.11.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)