Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 5. Band, 1976

Unendlichkeit, die

Ụnendlichkeit, Unẹndlichkeit, die; -, -en /Pl. ungebräuchl./
das Unendliche
a) unabsehbare räumliche Ausdehnung: die U. des Weltraumes, Kosmos, Alls; die U. des Himmels, des Ozeans; der Weg scheint in die U. (unendliche Ferne) zu führen
b) Math. räumliche Unbegrenztheit: parallele Gerade, die sich erst in der Unendlichkeit schneiden Ch. Wolf Geteilter Himmel 156
c) Philos. dial. Mat. die räumliche, zeitliche, quantitative, qualitative Unbegrenztheit der Materie, die sich zugleich in einer unerschöpflichen Vielzahl konkreter Erscheinungsformen der Materie äußert /Merkmal der sich bewegenden Materie, das in der dialektischen Einheit mit dem Endlichen allen objektiv-realen Struktur-, Bewegungs- und Entwicklungsformen der Materie zukommt/ Der Begriff der realen Unendlichkeit, wie er in der marxistischen Philosophie Verwendung findet … hat nicht statischen Charakter, wie die aktuale Unendlichkeit, sondern ist ein dynamischer Prozeß Philos. Wörterbuch 1,283
d) geh. die Ewigkeit: ein Schauer der U. erfaßte ihn beim Anblick des nächtlichen Sternenhimmels;
e) ungeheures (zeitliches) Ausmaß: die Minuten wurden mir zur U.; es dauerte eine U., bis sie zurückkamen;

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ungebärdig
Zitationshilfe
„Unendlichkeit“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Unendlichkeit>, abgerufen am 03.12.2020.

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