Vater, der; -s, Väter
1. /Verkl.Väterchen/ Mann, der ein oder mehrere Kinder gezeugt hat, der Mann im Verhältnis zu seinem Kind gesehen und bes. im Verhältnis des Kindes zu ihm: er ist V. geworden; er ist V. von vier Kindern; der leibliche V.; ein guter, liebevoller, nachsichtiger, strenger, treusorgender, besorgter V.; mein, unser, euer V.; V. und Mutter; Väter und Söhne; er wird wie sein V. (ähnelt ihm) umg. er ist seinem V. wie aus dem Gesicht geschnitten, ist ganz der, sein V. (ist ihm sehr ähnlich) er hat seinen V. früh verloren, hat seinen V. nie gekannt; er ist ohne V. aufgewachsen; die Familie, der Bruder meines Vaters; ich bin von Vaters Seite her mit ihm verwandt; er hat wie ein V. für mich gesorgt, wie ein V. an mir gehandelt; geh. grüßen Sie bitte Ihren Herrn V.!; wie geht es Ihrem Herrn V.?; /als Anrede, Bezeichnung für einen alten, ehrwürdigen oder populären Mann/ V. Zille; /übertr./ Urheber: der (geistige) V. einer Erfindung, Idee, Entdeckung; umg. da war, hier ist der Wunsch der V. des Gedankens
2. männliche Person, die für jmdn., etw. Sorge trägt: dort wohnt / Der Stauffacher, ein Vater der Bedrängten Schiller Tell I 2; umg. scherzh. die Väter der Stadt berieten über den Bau eines neuen Krankenhauses; das kann V. Staat bezahlen (kann aus staatlichen Mitteln finanziert werden)
3. /ohne Pl./ Rel.
a) Gott: V. unser, Unser V. /Gebetsanfang/ ; hab so alles dem lieben Vater im Himmel ans Herz gelegt G. Hauptm. Einsame Menschen I; Gott V., Sohn und Heiliger Geist;
b) Rel. kath. der Heilige V. (der Papst)
4. /nur im Pl./ geh. veraltend Vorfahren: zu seinen Vätern heimgehen, zu seinen Vätern versammelt werden (sterben) So wußte ich damals, daß ich nicht der Nachfolger meines Vaters und meiner Väter sein … würde Th. Mann 11,401; Was du ererbt von deinen Vätern hast, / Erwirb es, um es zu besitzen Goethe Faust I 682

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …