Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Vers, der

Vers, der; -es, -e
1. metrisch, rhythmisch gestaltetes, oft gereimtes sprachliches Gebilde in gebundener Rede, das meist eine Zeile in einem Gedicht, einer Strophe, in einem Drama oder Epos bildet: ein jambischer, daktylischer V.; gereimte, reimlose, holprige, kunstvolle Verse; freie Rhythmen sind reimlose Verse; der erste und dritte sowie der zweite und vierte V. jeder Strophe dieses Gedichtes reimen sich (aufeinander); das Gedicht hat fünf Strophen zu je vier Versen; in Versen schreiben, dichten; Verse vortragen, vorlesen; Verse aufschreiben, dichten, umg. machen⌝; etw. in Verse bringen, geh. gießen; /übertr./ umg. sich /Dat./ einen, seinen V. auf, aus etw. machen etw. begreifen, verstehen, sich etw. erklären können: auf die seltsamen Vorgänge konnte sich niemand einen V. machen; du hast alles erfahren, nun mach dir selbst deinen V. (deute dir das selbst)
2. umg. Strophe eines Gedichtes
3. kleinster Textabschnitt in der Bibel

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Zitationshilfe
„Vers“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Vers>, abgerufen am 09.08.2020.

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