Vertrạụens-, vertrạụens-:
-arzt, der im bürgerl. Gesundheitswesen bei der Krankenkasse angestellter Arzt, der bei längerer Erkrankung eines Versicherten dessen Arbeits(un)fähigkeit sowie die Notwendigkeit der vom behandelnden Arzt verordneten Leistungen der Krankenkasse nachprüft: eine Vorladung des Kranken vor den V.;
-basis, die: zwischen dem Ratsuchenden und dem Beratenden sollte eine feste V. bestehen;
-beweis, der: die Wiederwahl des Vorsitzenden war der beste V. für die von ihm so vorbildlich geleistete Arbeit;
-bruch, der Bruch, Enttäuschung des Vertrauens: was du da getan, gesagt hast, ist ein V. an deinen Kameraden;
-frage, die Parl. offizielle Frage an ein bürgerl. Parlament, ob die Regierung, der Regierungschef noch das Vertrauen der Mehrheit besitzt, Kabinettsfrage: die V. stellen; über die V. abstimmen;
-krise, die vgl. -frage;
-mann, der /Pl. --, -leute/ gewählter Funktionär der Gewerkschaft, der die gewerkschaftliche Arbeit in der Gruppe, innerhalb des Betriebes leitet: sie wurde zum V. der Gewerkschaftsgruppe gewählt; die gewerkschaftlichen Vertrauensleute in den kapitalistischen Betrieben; jmd., der das Vertrauen bes. einer Gruppe, Person besitzt: Nach Marx' Tod war Engels ... der alleinige anerkannte Vertrauensmann, Ratgeber und Repräsentant der internationalen Arbeiterbewegung Spektrum 1970; jmd., der bei schwierigen oder geheimen Geschäften vertrauliche Verhandlungen führt: die Geschäfte wurden über einen V. abgewickelt;
-mißbrauch, der;
-person, die zuverlässige Person, der man schwierige Aufträge anvertrauen kann: durch eine verläßliche V. bekam er die gewünschten Informationen übermittelt; vertrauenerweckende Person: für uns war dieser würdige Mann eine Art Respekts- und V.;
-posten, der vgl. -stellung: einen V. einnehmen, geh. innehaben;
-sache, die; die Kassierung der Beiträge ist eine V.;
-selig /Adj./ jmdm., einer Sache blindlings, kritiklos vertrauend: sie ist ein v. Mensch, eine v. Natur; er war anderen gegenüber zu v.;
-seligkeit, die; /entsprechend der Bedeutung von -selig/: sie war von einer unglaublichen V.; die V. anderer Leute ausnutzen;
-stelle, die vgl. -stellung;
-stellung, die; (An)stellung, die Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit voraussetzt: er hat eine V. im Betrieb, hat seine V. gegenüber den Kollegen mißbraucht; sich /Dat./ eine V. erwerben; eine V. versehen, geh. bekleiden;
-verhältnis, das persönliches Verhältnis, das auf gegenseitiges Vertrauen gegründet ist: das V. der Bürger zu den staatlichen Organen; es wurde ein echtes V. zwischen den Kindern, den Eltern und Lehrern geschaffen;
-voll /Adj./ voll Vertrauen: sie sah mich v. an; sich v. an jmdn. wenden; v. in die Zukunft blicken; es herrschte ein v. Verhältnis, eine v. Zusammenarbeit zwischen ihnen;
-votum, das Ausdruck des Vertrauens: die Initiative zum Wettbewerb kann als ein großes V. zur Politik der Regierung gewertet werden; Parl. Mehrheitsbeschluß eines bürgerl. Parlaments, der Regierung, dem Regierungschef das Vertrauen auszusprechen: der Ministerpräsident erhielt mit großer Stimmenmehrheit ein V.;
-würdig /Adj./ vertrauenerweckend, Vertrauen verdienend, zuverlässig: ein v. Zeuge; er sah durchaus v. aus, schien ihr nicht v. genug;
-würdigkeit, die /entsprechend der Bedeutung von -würdig/: an jmds. V. zweifeln; jmdn. auf seine V. prüfen
zu -mann: Gewerkschafts-, Haus-, Straßenvertrauensmann

Votum, das; -s, Voten/Vota [w ..] 〈lat.Entscheidung, Meinungsäußerung
   a) durch Stimmabgabe: ein einmütiges V. für, gegen die Gesetzesvorlage; d. Abgeordneten, Mitglieder der Jury gaben ihr V. ab
   b) als Gutachten, Urteil: über ganze Schloßeinrichtungen hatte ich mein Votum abzugeben Brod Zauberreich 118
zu a Mißtrauens-, Vertrauensvotum


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