Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Vorhang, der

Vorhang, der; -(e)s, Vorhänge
in einer oder mehreren Bahnen herabhängender Stoff, der eine Öffnung verschließt, eine Trennwand bildet und meist zur Seite oder nach oben gezogen werden kann: an den Fenstern hängen einfarbige, bunte, geblümte, gemusterte Vorhänge; ein schwerer V. vor der Tür hielt die Zugluft ab; e. Ecke, Hälfte des Zimmers war mit einem V. abgetrennt; die Vorhänge auf-, zu-, zurückziehen, öffnen; einen V. nähen, waschen, bügeln, abnehmen, aufstecken, in Falten legen, ausbessern; der V. läßt die Sonne nicht durch; der V. im Theater öffnet sich, geht in die Höhe, schließt sich, senkt sich, fällt; Theater der eiserne V. (feuersicherer Abschluß der Bühne gegen den Zuschauerraum) beim Schlußapplaus traten die Künstler vor den V., hob sich der V. immer wieder; umg. nach der Premiere gab es, erzwang das Publikum viele Vorhänge (mußten sich die Künstler dem beifallspendenden Publikum viele Male bei geöffneter Bühne zeigen) /bildl./ Dann sah er den grauen Vorhang des Novemberregens J. Roth Rechts u. links 59; als riefe die See hinter dem dunklen Vorhang der Nacht H. W. Richter Spuren 317; über eine Begebenheit dichte Vorhänge ziehen (sie zu verheimlichen suchen) über diesem Kapitel seines Lebens war nun der V. gefallen (es war endgültig abgeschlossen)

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Zitationshilfe
„Vorhang“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Vorhang>, abgerufen am 28.11.2020.

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