Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Wärme, die

Wärme, die; -, /ohne Pl./
1. Zustand des Warmseins, Ggs. Kälte: sommerliche, milde, drückende, übermäßige, feuchte, trockene W.; im Zimmer herrschte angenehme, umg. mollige⌝ W., breitete sich eine anheimelnde W. aus; ein Schwall W. (warmer Luft) schlug uns entgegen Eine wohlige Wärme verbreitete sich in mir Hausm. Überfall 133; die Nacht ist kühl, aber in den Räumen lastet, hält sich noch die W. (des Tages); gestern waren zwanzig Grad W. (zwanzig Grad über dem Gefrierpunkt) die W. des Ofens; die W. des menschlichen Körpers; er spürte die W. ihrer Hand; der Ofen hält die W. nicht gut; Phys. Form der Energie, die durch die ungeordnete Eigenbewegung der Atome und Moleküle eines Stoffes, Körpers entsteht: bei diesem Vorgang entsteht, entwickelt sich W., wird W. frei; Reibung erzeugt W.; W. wird ausgestrahlt, gespeichert; einem Körper W. entziehen, zuführen; die spezifische W. eines Stoffes;
2. Herzlichkeit, Innigkeit, Mitempfinden: die W. seiner Worte, ihres Wesens; jmdn. mit herzlicher W. begrüßen; Gerade da hätte nun Walter menschliche Wärme gebraucht Musil Mann 54 sich mit W. für jmdn. einsetzen; er konnte ihr gegenüber keine W. aufbringen;
3. Behaglichkeit, warme Atmosphäre: Freundliche Farben … strahlen Wärme und Behaglichkeit aus Tageszeitung 1963; die holzgetäfelten Wände geben dem Raum W.; die W. (wohltuende, beruhigende Wirkung) dieses Farbtons

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Wortfügung
Zitationshilfe
„Wärme“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Wärme>, abgerufen am 22.09.2021.

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