Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Würze, die

Würze, die; -, -n
1. Stoff, der angenehmen Geschmack, Geruch verleiht
a) in Speisen, Getränken, Gewürz: eine feine, milde, kräftige W.; der Suppe fehlt die W.; die Soße hat zuviel W.; der Wein ist nicht ohne W.; Pfeffer als W. verwenden;
b) in Pflanzen, Aroma: die W. der Kräuter, Nadeln; Blüten streuten köstliche Würzen G. Hauptm. 4,155 (Ketzer)
2. Brauerei wasserhaltige Lösung, in der Malz aufgelöst ist und der Hopfen zugesetzt werden muß: Die gehopfte Würze, die in den Gärkeller kommt Tageszeitung 1955
3. /ohne Pl.; übertr./ angenehmer, anregender Reiz: die prickelnde W. der Ironie; die Trinksprüche waren die W. des Festmahles; die Kürze ist nicht nur die Würze des Witzes, sie ist die Würze jedes guten Stils Tucholsky Panter 298; /sprichw./ in der Kürze liegt die W. (Knappheit ist besser als Weitschweifigkeit)

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Wortfügung
Zitationshilfe
„Würze“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Würze>, abgerufen am 24.11.2020.

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