Sprech-, sprech-:
-anlage, die Einrichtung in der Art eines Telefons, bes. an Haustüren oder in Büroräumen, durch die man mit Personen in anderen Räumen des gleichen Gebäudes sprechen kann: auf seinem Schreibtisch steht eine S.;
-bühne, die vgl. -theater;
-chor, der
   1. zusammengehörige Gruppe von Personen, die gemeinsam einen Text sehr laut spricht: auf der Straße hörte man die Rufe eines Sprechchors; ein S. fuhr durch die Straßen
   2. Text, der von 1 gesprochen wird: einen S. einstudieren; Sprechchöre und Hurrarufe begleiteten die Delegation
   3. das gemeinsame Sprechen von Texten, bes. Losungen, Aufrufen, Forderungen: so setzt die Schupo mit ihrem Sprechchor ein: »Weitergehen! Den Bahnsteig räumen! Weitergehen!« Fallada Bauern 616; die Menschenmenge protestierte in Sprechchören gegen die Verhaftung der Friedenskämpfer; etw. im S. (gemeinsam) rufen, brüllen, sagen;
-erlaubnis, die Erlaubnis zur Unterredung mit einem Strafgefangenen: dem Verteidiger, den Angehörigen des Angeklagten wurde S. erteilt;
-erziehung, die Erziehung zur normgerechten Aussprache und zur Beherrschung und wirkungsvollen Verwendung der Möglichkeiten des mündlichen Ausdrucks: er ist Dozent für S.; durch Fehler in der S. kann ein Kind anfangen zu stottern;
-faul /Adj./ träge beim Sprechen, zu faul zum Sprechen, mundfaul: sie waren angenehm müde und s.;
-funk, der tragbare oder eingebaute Funkanlage, die eine drahtlose Übermittlung von Nachrichten über kurze Entfernungen vorwiegend zwischen beweglichen Stationen ermöglickt: d. Flugzeug, Dispatcherzentrale ist mit einem S. ausgerüstet; der Kran wird über S. dirigiert; die Besatzung des Funkstreifenwagens steht mittels S. in ständiger Verbindung mit der Leitstelle;
-gesang, der beim Psalmodieren und beim Rezitativ übliches, dem Tonfall der Sprache angepaßtes, rhythmisches, dem Gesang nahestehendes Sprechen;
-kunde, die Wissenschaft, die sich mit der Sprecherziehung und den Grundlagen der Rhetorik befaßt;
-kunst, die Fertigkeit, Geschicklichkeit, fließend, deutlich und mit richtiger Aussprache und Betonung zu sprechen, Kunst der Rezitation: dieser Schauspieler ist ein Meister der S.;
-melodie, die Phonet. charakteristische Folge von Veränderungen der Tonhöhe beim Sprechen;
-muschel, die Teil des Telefonhörers oder Funksprechgeräts, in den man hineinspricht;
-platte, die Schallplatte, auf der nur gesprochene Texte aufgenommen sind;
-rolle, die Rolle mit gesprochenem Text, bes. in einer Oper;
-silbe, die Phonet. Silbe, deren Abgrenzung sich nach der Aussprache richtet;
-stimme, die das Sprechen erzeugende menschliche Stimme: ein Oratorium für Sprechstimmen, Chor und Orchester; Er hatte die schönste tenorale Sprechstimme H. Mann Zeitalter 266;
-stunde, die Zeitraum, in dem jmd., bes. ein Arzt, zur Behandlung oder Beratung aufgesucht werden kann: eine S. (ab)halten, durchführen; die S. beginnt um 13 Uhr; er hat täglich von 14--18 Uhr S.; die öffentliche S. des Magistrats für den Publikumsverkehr; er kam, ging in die S. des Zahnarztes, Rechtsanwalts, Abgeordneten;
-stundenhelferin, die Neupräg. vgl. -stundenhilfe;
-stundenhilfe, die Angestellte, die einem Arzt während der Sprechstunde mit kleinen Handreichungen hilft und die Schreibarbeiten erledigt;
-tag, der Wochentag, an dem eine öffentliche Einrichtung, bes. eine Behörde, für das Publikum zur Verfügung steht: die Wohnungskommission hat jeden Dienstag S.; heute ist kein S.;
-technik, die Fähigkeit, die Wörter schön und wirkungsvoll auszusprechen und Stimmschäden zu vermeiden: er hat eine gute, schlechte S.; Seine [J. Kainz'] Sprechtechnik, Mimik und Grazie waren so atemberaubend Wildenhain Schauspieler 82;
-theater, das Theater, das nur gesprochene Stücke, bes. Dramen, aufführt;
-verbindung, die telefonische oder drahtlose Verbindung zum Informationsaustausch: eine S. zwischen W und Z herstellen; in S. mit jmdm. stehen; eine S. mit jmdm. bekommen;
-verbot, das
   1. zeitweiliges Verbot, sich öffentlich (politisch) zu äußern, Redeverbot: das Sprechverbot für ausländische Redner Thälm. Reden 1,126
   2. zeitweiliges Verbot, mit anderen zu sprechen: der Gefangene hat S.;
-verkehr, der vgl. -verbindung: der S. über Satelliten;
-versuch, der: die ersten Sprechversuche eines Kleinkindes;
-weise, die Art des Sprechens, der Artikulation, Redeweise: er hat eine abgehackte, hölzerne, laute, angenehme, näselnde, gekünstelte, langsame, norddeutsche S.; sie ahmten seine S. nach;
-werkzeuge, die /Pl.; Sg. ungebräuchl./ Körperteile, mit deren Hilfe das Sprechen bewerkstelligt wird: zu den Sprechwerkzeugen gehören Kehlkopf, Zunge, Gaumen, Lippen;
-wissenschaft, die vgl. -kunde;
-zeit, die Zeitraum, in dem sich ein Strafgefangener mit einem Besucher unterhalten darf: Zehn Minuten Sprechzeit! Sie dürfen nur über persönliche Angelegenheiten sprechen! Bredel Söhne 407;
-zimmer, das Zimmer, in dem jmd., bes. ein Arzt, seine Sprechstunde abhält, Empfangsraum für geschäftliche Besucher
zu -anlage: Wechselsprechanlage zu -stunde: Eltern-, Privat-, Spät-, Vormittagssprechstunde zu -verbindung: Fern-, Wechselsprechverbindung zu -verkehr: Fern-, Orts-, Wechselsprechverkehr

Zitationshilfe
„Wechselsprechverkehr“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Wechselsprechverkehr>, abgerufen am 14.11.2018.

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