wecken /Vb.,
vgl. geweckt /
1. jmdn. wach machen, zum Erwachen bringen, jmds. Schlaf ab- oder unterbrechen: wecke mich bitte morgen um sechs Uhr; wann soll ich dich w.?; wann möchten Sie geweckt werden?; sich telefonisch w. lassen; jmdn. zu spät, mitten in der Nacht, unsanft w.; das Wecken übernimmt im Hotel die Rezeption; sei leise und wecke das Kind nicht!; umg. jmdn. aus dem Schlaf w.; du hast mich durch dein Schnarchen geweckt; ich wurde durch den Lärm geweckt; das Geschrei weckte mich; /bildl./ umg. der Kaffee hat meine Lebensgeister geweckt
2. /übertr./ etw. in jmdm. wachrufen, entstehen lassen, erregen: jmds. Begeisterung, Verständnis für etw., jmds. Interesse, Neugierde, Vertrauen, Mitleid w.; in jmdm. Hoffnungen, Illusionen, das Bedürfnis nach etw. w.; in den Kindern wurde die Liebe zur Arbeit geweckt; bei jmdm. den Sinn für etw. w.; das Gute im Menschen w.; etw. weckt jmds. Mißtrauen, Neid, Haß; etw. weckt in jmdm. Besorgnis, Befürchtungen, Argwohn; Ein Stöhnen weckte erst ihre Aufmerksamkeit Viebig Die vor d. Toren 173; das weckte den Wunsch in mir, sie näher kennenzulernen; Dadurch wurde die Bereitschaft des Jugendlichen zur Tat geweckt Neue Justiz 1967; dieser Name weckte in mir bestimmte Vorstellungen, alte Erinnerungen;

Wecken, 1das; -s, /ohne Pl./
das Wachmachen einer größeren Gemeinschaft am Morgen: Nach dem Wecken [im Ferienlager] beginnt eine kurze Morgengymnastik Gesundheit 1970 um 7 Uhr ist W.;

Wecken, 2der; -s, -
süddt. österr. /Gebäck/
a) (längliches) Weizenbrötchen: Dazu gab es eine Tasse Kaffee, ein Stück Zucker und einen Wecken Hesse 1,435 (Unterm Rad)
b) ein W. (Brot) ein längliches Brot: Ich muß zum Bäcker, Kuchen holen, oder wenigstens einen Wecken frisches Brot E. Weiss Verschwender 206; einen frischen W. kaufen;

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …