Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Witterung, die

1Witterung, die; -, /ohne Pl./
1. Geruchssinn bei Tieren: ein Hund mit einer guten W. /übertr./ umg. Ahnung, Gespür, Spürsinn: er hatte eine erstaunliche W. für Gefahren, die Stimmung seiner Mitmenschen; Aber was bedeuten diese kleinen Unannehmlichkeiten gegenüber dem Triumph, den sein Ahnungsvermögen, seine dichterische Witterung und seine Energie errungen! St. Zweig Balzac 273; Er hatte die Witterung, nicht die eines Tieres, sondern die eines Menschen, der sich in Gefahr weiß Goes Aber im Winde 226
2. der durch 1 wahrgenommene Geruch, der von Menschen, Tieren, Gegenständen ausgeht; die W. des Tierarztes war dem Hund unangenehm; das Tier erkannte seinen Herrn an der Stimme und der W.; mit geblähten Nüstern versuchten die Tiere, W. zu bekommen, aufzunehmen; der Wind trug den Rehen unsere W. zu; eine W. haben; der Hund hatte die W. (die Spur, die der Geruch hinterlassen hatte) verloren

WDG, 6. Band, 1977

Witterung, die

2Witterung, die; -, /ohne Pl./
Wetter: eine angenehme, beständige, frühlingshafte W.; bei guter W. gehen wir spazieren; die schlechte, naßkalte W. hat den Pflanzen geschadet; trotz der trockenen, warmen W. hatten sie geheizt; Petersilie kann je nach der W. schon im März oder April ausgesät werden; die W. hat über Nacht gewechselt; die jahreszeitlich bedingten Schwankungen der W.; geh. die Unbilden der W.

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„Witterung“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Witterung>, abgerufen am 15.08.2020.

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