Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Wucht, die

Wucht, die; -, -en
1. /ohne Pl./ durch jmdn., etw. erzeugte Kraft, Gewalt, die jmdn., etw. trifft: eine große, ungeheure W.; die W. eines Schlages, Bergrutsches; die W. des Angriffs, Gegners; der Sturm erreichte seine volle W.; mit aller W. zuschlagen; der Hieb traf ihn mit ganzer W.; unter der W. des Zusammenpralls kam er zu Fall;
2. /ohne Pl./ beeindruckende Wirkung
a) eindrucksvolle Größe, Macht: die monumentale W. eines Bauwerkes; Die Wucht seiner Persönlichkeit hätte den Ausschlag gegeben Th. Mann 2,879 (Zauberb.) eine Szene von dramatischer W.;
b) erdrückende Last, Schwere: die furchtbare W. der Katastrophe; der Täter gestand unter der W. der Beweise;
3. salopp große Anzahl, Anhäufung: eine W. Papier, Bretter; Wuchten von Schneewehen;
4. /Pl. ungebräuchl./ salopp Prügel, Schläge: eine W. bekommen, beziehen; der hat ne Wucht in die Rippen gekriegt Döblin Alexanderpl. 212
5. salopp das, etw. ist 'ne W.! das, etw. ist großartig!: es ist 'ne W., daß du doch noch gekommen bist!

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Wortfügung
Zitationshilfe
„Wucht“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Wucht>, abgerufen am 20.06.2021.

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