Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Wunde, die

Wunde, die; -, -n
durch gewaltsame Einwirkung, Schlag, Stoß, Schuß hervorgerufene Verletzung am Körper eines Menschen, Tieres, die mit Durchtrennung der Haut, des Gewebes, der Knochen oder der Organe verbunden ist: eine leichte, unheilbare, tödliche W.; eine frische, offene, schmerzhafte, blutende, veraltend schwärende⌝, eiternde W.; eine klaffende W. an der Stirn; die W. blutet, eitert; die Wunden schmerzen, brennen; die W. schließt sich, vernarbt; eine W. am Arm haben; eine W. davontragen; eine W. (aus)waschen, kühlen; der von der Schlange Gebissene saugte sofort die W. aus (saugte das Gift aus ihr heraus) eine W. mit Watte betupfen; der Arzt klammerte, nähte, verband die W.; der Hund leckte seine Wunden (ab); der Feind schlug ihm mit seiner Waffe eine W. (verwundete ihn) der Soldat erlag seinen schweren Wunden; an seinen Wunden sterben; ein Pflaster auf eine W. legen; er blutete aus vielen Wunden während er mit einem Tuch das Blut aus seinen Wunden auffing Storm 7,162 (Schimmelr.) ; er war mit vielen Wunden bedeckt /bildl./ Leid, Schmerz: die Wunden des Krieges vernarben; alte Wunden wieder aufreißen (schmerzliche Erinnerungen aufrühren) geh. In politischen Prozessen schlug die imperialistische Klassenjustiz der Arbeiterjugendbewegung tiefe Wunden (fügte ihr großen Schaden zu) Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung 5,123; den Finger auf die W. legen (ein Übel beim Namen nennen)

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
Wortfügung
Zitationshilfe
„Wunde“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Wunde>, abgerufen am 18.06.2021.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)