Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 6. Band, 1977

Zunder, der

Zunder, der; -s, -
1. salopp jmd. kriegt Z. jmd. kriegt Prügel, wird gescholten: wenn die Kinder nicht parieren, kriegen sie, gibt es Z.; jmd. liegt unter Beschuß: Wenn irgendwo auf der Anfahrt … die Protzen der Feldgeschütze Zunder bekommen und tote Pferde herumliegen A. Zweig Erziehung 339
2. hist. Mittel zum Feueranzünden, das aus der porigen Schicht eines Röhrenpilzes gewonnen, mit Salpeter behandelt und dann getrocknet wurde: Mit dem aufglimmenden Zunder entzündet er eine Kerze Zuchardt Narr 113 etw. brennt wie Z. etw. brennt sehr leicht: das trockene Holz brannte wie Z.; das Laub war trocken wie Z. (war sehr trocken)
3. Hüttenw. bes. beim Schmieden, Walzen von der Oberfläche eines Metalls auch noch während des Erkaltens abspringende, blättrige Oxidschicht

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Zitationshilfe
„Zunder“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Zunder>, abgerufen am 26.11.2020.

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