Zwischen-, zwischen-:
-abrechnung, die vorläufige Abrechnung vor der endgültigen Abrechnung;
-akt, der Pause zwischen zwei Akten im Theater: Wenn im Zwischenakt die Lüster aufflammten St. Zweig Ungeduld 442;
-aktsmusik, die Instrumentalmusik, mit der eine kurze Pause zwischen zwei Akten im Theater ausgefüllt wird;
-aufenthalt, der vorübergehender, kürzerer Aufenthalt, bes. als Unterbrechung einer Reise: auf der Fahrt zur See gab uns der Z. in M Gelegenheit, die Stadt zu besichtigen; wir fuhren ohne Z. bis zur Ostseeküste durch; ein Jahr später kehrte er noch einmal zu einem kurzen Z. in seine Heimat zurück;
-aufheiterung, die gelegentliche, zeitweilige Aufheiterung des bewölkten Himmels: der Wetterbericht sagt für morgen leichte Bewölkung mit Zwischenaufheiterungen an;
-auswertung, die vgl. -abrechnung: eine Z. des Wettbewerbs;
-bemerkung, die Bemerkung, die jmd. einwirft, ohne dazu aufgefordert worden zu sein: eine Z. machen; der Vorsitzende reagierte nicht auf die Z.;
-bericht, der vgl. -abrechnung;
-bescheid, der vgl. -abrechnung;
-betrieblich /Adj./ zwischen verschiedenen Betrieben vorhanden: z. Kooperation, Zusammenarbeit; vielfältige z. Beziehungen; der Betrieb wurde Sieger im z. Wettbewerb;
-bilanz, die vgl. -abrechnung: die Wissenschaftler zogen Z. ihrer Arbeit;
-boden, der zusätzlicher Boden, bes. zwischen der Decke und dem Boden eines Raumes: im Korridor einen Z. einziehen;
-deck, das unteres bewohnbares Deck eines Schiffes: große Schiffe haben heute bis zu fünf Zwischendecks; ein billiger Platz auf dem Z.; veralt. zum Laderaum des Schiffes gehörender, behelfsmäßig als Massenquartier für Auswanderer hergerichteter Raum: Im ... Hause befand sich oben im Dachboden ein Übernachtungsraum, der aussah wie das Zwischendeck eines Auswandererschiffes Penzoldt Erdenwurm 221;
-decke, die vgl. -boden;
-ding, das umg. Mittelding; -̣drin, -drịn /Adv./ umg. mitten darin, dazwischen; -̣durch, -dụrch /Adv./
   1. /zeitl./ innerhalb, während eines durch zwei Zeitpunkte begrenzten Zeitraums, in der Zwischenzeit: der vor längerer Zeit errichtete und z. verfallene Zaun ist jetzt repariert; nur alle zwei Monate ungefähr fuhr das deutsche Lastauto hinüber und zwischendurch sehr selten einmal ein Auto Böll Adam 139; z. hatte sie oft die Lust an dieser Arbeit verloren; er erzählte lebhaft, fragte nur z. (dann und wann) manchmal nach der Zeit
   2. /räuml./ stellenweise, hier und da: der Wald war völlig abgebrannt, z. ragte noch manchmal ein verkohlter Stamm empor; von Ort zu Ort, bis auf einige Hütten zwischendurch, waren es an die zwölf Kilometer Marchwitza Unter uns 26;
-ergebnis, das vgl. -abrechnung: die schnelle Überführung von Zwischenergebnissen der wissenschaftlichen Forschung in die Praxis;
-fall, der Ereignis, das (störend) zwischen etw. tritt, das den Fortgang eines Geschehens, einer handlung beeinflußt, oft behindert: es gab einen kleinen, unerwarteten, fatalen, peinlichen, lästigen, ärgerlichen, aufregenden, bedauerlichen Z.; der Abend verlief ohne besondere Zwischenfälle; es hat dabei nur einen einzigen Z. gegeben; auf der Rückfahrt ereignete sich ein heiterer, humorvoller, komischer Z.; Zwischenfälle dieser Art sind nicht zu vermeiden; eine Woche nach dem Z. haben sich die Gemüter wieder beruhigt; Unruhe, Zusammenstoß: die Presse meldet schwere, blutige Zwischenfälle in N; in B kam es zu neuen Zwischenfällen; die jüngsten Zwischenfälle in diesem Gebiet zeigen, daß es noch immer ein Herd der Unruhe ist;
-frage, die vgl. -bemerkung;
-frucht, die Landw. aus Nutzpflanzen bestehende Kultur, die zeitlich oder räumlich zwischen den Hauptkulturen angebaut wird: die abgeernteten Felder wurden sofort wieder mit einer Z. bestellt;
-futter, das Futter zwischen Stoff und Futterstoff eines Kleidungsstückes;
-gas, das Techn. Gas, das der Kraftfahrer beim Schalten von einem höheren in einen niedrigeren Gang zwischen Kuppeln und Schalten gibt, um bei nichtsynchronisiertem Getriebe ein geräuschloses Schalten zu erzielen: durch das Geben von Z. wird die Drehzahl des Motors erhöht;
-geschoß, das zwischen zwei Stockwerken liegendes Geschoß;
-glied, das; (verbindendes) Glied zwischen zwei anderen Gliedern: [wir] müssen Zwischenglieder und Organisationen schaffen, auf deren Basis wir die proletari schen Massen in die Kommunistische Partei ... hineinbringen Thälm. Reden 1,427;
-größe, die zwischen zwei Größen liegende Größe: diese Kostüme gibt es auch in Über- und Zwischengrößen;
-halt, der schweiz. Zwischenaufenthalt: Es war ihm ein Pneu geplatzt ... daher sein Zwischenhalt in Davos Frisch Stiller 172;
-handel, der Handel, der sich zwischen Produzenten und Einzelhandel oder Weiterverarbeiter einschaltet;
-händler, der jmd., der (beruflich) Zwischenhandel betreibt;
-hinein /Adv./ schweiz. /im übrigen Sprachgebiet veralt. / zwischendurch, dann und wann: Zwischenhinein gab es Stunden heiterer Würde Frisch Stiller 278;
-hirn, das Med. wichtiger Teil des Gehirns, der die vegetativen Zentren enthält, von denen aus bedeutsame Funktionen, bes. auch der Stoffwechsel, gesteuert werden;
-hoch, das Meteor. nur für kurze Zeit wirksam werdendes Hoch zwischen zwei Tiefs: ein über die DDR hinwegwanderndes Z. bringt nur kurzfristig leichte Wetterbesserung;
-landen /Vb.; entsprechend der Bedeutung von -landung/: die Maschine ist auf dem Flug nach D in N zwischengelandet;
-landung, die Landung zwischen Start und Ziel: diese Maschine kann 5 000 Kilometer ohne Z. zurücklegen;
-lauf, der Sport der Ausscheidung für die Teilnahme am Endlauf dienender Lauf, der nach dem Vorlauf durchgeführt wird: der Läufer ist im Z. ausgeschieden;
-lösung, die vgl. -abrechnung;
-mahlzeit, die Mahlzeit zwischen zwei Hauptmahlzeiten;
-meister, der jmd., der für einen Betrieb Rohprodukte oder Halbfabrikate in eigener Werkstatt weiterbearbeitet oder an Heimarbeiter zur weiteren Bearbeitung vermittelt: der Betrieb sucht einen Z. für Damen- und Herrenkonfektion; er war nicht selbständiger Schneider, sondern Zwischenmeister bei einer großen Konfektionsfirma Joho Wendemarke 300;
-menschlich /Adj./ Neupräg. von Mensch zu Mensch: z. Beziehungen, Kontakte; psychische Belastungen [resultieren] oft aus schlechtem zwischenmenschlichem Verhalten Gesundheit 1971;
-musik, die Instrumentalmusik zwischen zwei Darbietungen;
-pause, die
   1. kurze Pause innerhalb einer Veranstaltung: im Gewühl der in der Zwischenpause durcheinanderstrudelnden Studenten und Studentinnen Hartung Wunderkinder 61
   2. zeitlicher Abstand, Zwischenraum: [der Hund] ließ in gemessenen Zwischenpausen ein würdiges Knurren hören Rosegger 12,55;
-produkt, das Produkt zwischen Rohstoff und Erzeugnis: Äthylen, ein vielseitig verwendbares chemisches Zwischenprodukt, ist neben anderen auch für die Schmier- und Kraftstoffproduktion wichtig Urania 1968;
-prüfung, die der laufenden Kontrolle dienende kleinere Prüfung während der Schulzeit, des Studiums: er hat die letzte Z. vor dem Examen abgelegt; nach dem zweiten Semester hat er fünf Zwischenprüfungen;
-raum, der
   1. freier Raum, Abstand zwischen zwei Dingen: der Z. zwischen den beiden Häusern ist sehr klein; fünf Meter Z.; zwei Zeilen Z.; etwas, viel, wenig Z. lassen; die Buchstaben kamen mit ungleichen Zwischenräumen Hesse 4,215 (Steppenw.); /übertr./ Abstand, Entfernung: der Zwischenraum zwischen dem, der fragte, und dem, der antwortete, [war] sehr groß geworden Seghers 3,85 (Rettung)
   2. zeitlicher Abstand: Die Bahnzüge folgten einander in kurzen Zwischenräumen G. Hauptm. 4,50; die Magenkrämpfe kamen in regelmäßigen Zwischenräumen;
-ruf, der vgl. -bemerkung: einen Z. machen; der Redner wurde durch häufige Zwischenrufe unterbrochen, bat, die Zwischenrufe zu unterlassen; während der Rede gab es viele Pfiffe und Zwischenrufe; der Angeklagte wurde des Zwischenrufes wegen gerügt;
-rufer, der jmd., der einen Zwischenruf macht: der Redner wurde von einigen Zwischenrufern unterbrochen;
-satz, der Gramm. in einen Hauptsatz eingeschobener Gliedsatz;
-schalten /Vb./ etw. zwischen zwei Dinge schalten: Das Zwischenschalten eines Verstärkers zwischen Wandler und Instrument Urania 1969;
-schaltung, die das Zwischenschalten;
-sohle, die Sohle zwischen äußerer und innerer Sohle eines Schuhs;
-spiel, das
   1. Mus. verbindende Instrumentalmusik zwischen
   a) den einzelnen Strophen in Gesangsstücken
   b) den solistischen Teilen in Solokonzerten
   c) Zwischenaktsmusik
   2. meist heiteres, kleineres Theaterstück, das in ein Theaterstück oder zwischen zwei größere Stücke eingeschoben wird
   3. /übertr./ in eine Handlung, ein Geschehen eingeschobenes Ereignis: ihm war, als stehe die Vergangenheit nach dem Zwischenspiel in Hamburg ... erst recht unübersteigbar zwischen Gundel und ihm Noll Holt 2,261; Zwei Zwischenspiele bot die Schweizer Reise: eine abendliche Autofahrt ... einen Vormittag bei der Königsfamilie in Zürich Rathenau Briefe 1,323; am Maßstabe der Äonen gemessen ist es [das Leben] ein flüchtiges Zwischenspiel Th. Mann 11,303;
-spurt, der Sport vorübergehender verstärkter Kräfteeinsatz weit vor dem Ziel;
-staatlich /Adj./ zwischen zwei oder mehreren Staaten: z. Beziehungen, Vereinbarungen, Verhandlungen;
-stadium, das im Laufe einer Entwicklung erreichtes, aber vorübergehendes Stadium vor dem Endstadium;
-station, die
   1. Unterbrechung einer Reise, Zwischenaufenthalt: das Flugzeug brachte uns mit einer kurzen Z. in P in drei Stunden ans Ziel
   2. Ort, an dem 1 stattfindet: P war Z. auf der Reise
   3. vgl. -stadium: Die Arbeiterklasse der DDR muß durch alle Zwischenstationen ... das Endziel klar im Auge behalten Urania 1963; das Leben einer Lehrerin ... sollte [bei ihr] eine Zwischenstation sein Oelfken Logbuch 319;
-stock, der vgl. -geschoß;
-stück, das vgl. -glied;
-stufe, die vgl. -stadium;
-stunde, die freie Stunde zwischen zwei Unterrichtsstunden;
-termin, der vgl. -abrechnung;
-text, der Text, mit dem etw. erläutert, überbrückt oder verbunden wird: der Bildband ist mit knappen zusammenfassenden Zwischentexten versehen; er hat als Conférencier die Zwischentexte gesprochen;
-ton, der zwischen zwei anderen Farbtönen liegender Farbton: die See färbte sich dunkler über eine Skala perlmuttener Zwischentöne Hartlaub Großer Wagen 47;
-träger, der abwertend jmd., der das jeweils in Erfahrung Gebrachte hin- und herträgt oder der etw., was er (von jmdm.) gehört hat, einer anderen Person zuträgt: ein heimlicher Z.; es sitzen zu viel Aufpasser und Zwischenträger in der Schreibstube Fallada Blechnapf 174;
-wand, die leichte Trennwand;
-wirt, der Biol. Organismus, auf oder in dem Parasiten in einem bestimmten Entwicklungsstadium leben: diese Schneckenart ist der Z. eines für den Rinderbestand sehr gefährlichen Egels;
-zähler, der hinter einem Zähler angebrachter weiterer Zähler zum Messen der Energie, die von einem zweiten Abnehmer verbraucht wird;
-zeit, die
   1. Zeitraum, der zwischen zwei Vorgängen, Handlungen liegt, bes. Zeit, die zwischen einem Zeitpunkt in der Vergangenheit und der Gegenwart liegt, oder Zeit, die zwischen der Gegenwart und einem zukünftigen Zeitpunkt liegt: in der Z. hatte er schon einiges vorbereitet, werde ich Erkundigungen einholen; er hatte den Kleinen längere Zeit nicht gesehen und staunte, wie er in der Z. gewachsen ist; ich war nur kurz weggegangen, in der Z. muß sie hier gewesen sein; Nicht weniger als dreimal mit langen Zwischenzeiten war er am Wiener Burgtheater Winterstein Leben 2,11
   2. Sport Zeit, die für das Durchfahren, -laufen eines Teils einer Rennstrecke gestoppt wird: der Langläufer hatte sehr gute Zwischenzeiten
zu -fall: Grenz-, Luftzwischenfall zu -raum: Zeilenzwischenraum

Stück, das; -(e)s, -e /- / landsch. salopp Stücker
   1. /Pl. -e; Verkl.: Stückchen/ einzelner (willkürlich, gewaltsam abgetrennter) Teil eines Ganzen: das Hochwasser hat große Stücke vom Ufer abgerissen; sie zerriß den Brief und warf die Stücke ins Feuer; ein S. (von etw.) abbeißen; [worauf der Pudel den Zucker zerbiß] und nun Stück für Stück gemächlich auffraß Renn Kindheit 127; Alle ... schnitten mit dem Messer Stücke Fleisch [aus dem gefallenen Pferd] heraus Renn Krieg 364; ein Stückchen Pappe; ich habe ein schönes S. Fleisch, Lendenbraten, Wurst, geräucherten Schinken gekauft; umg. er hat das größte S. erwischt⌉; ein S. frisches Brot; ein (kurzes, langes) S. Bindfaden, Draht; ein S. vom Fleisch abschneiden; hast du ein S. von dem Stoffübrig?; landsch. Käse, Wurst im, am S. (nicht in Scheiben geschnitten, nicht aufgeschnitten) kaufen⌉; in Stücke: einen Brief in (kleine) Stücke (zer)reißen; Es wurden Arbeiter ... beim Sprengen in Stücke gerissen Kellerm. Tunnel 140; alles in Stücke schlagen wollen; Kartoffeln, Fleisch, Schinken in kleine Stücke schneiden; Sie werfen mit Fußtritten die Amphora um, die in Stücke geht (entzweigeht) Brecht Cäsar 127; der Teller zerbrach in tausend Stücke; /übertr./ umg. sich für jmdn. in Stücke reißen lassen (sich für jmdn. völlig aufopfern, alles für jmdn. tun)⌉; ich konnte ein S., Stückchen Himmel, ein S. des Himmels sehen; der Autor will ein S. Vergangenheit lebendig machen; sie hat ein S., Stückchen Welt gesehen; die Möbelbedeuteten ihm ein S. Heimat; ich habe leider nur ein S. von dem Vortrag gehört; in wilder Fahrt hörte Hermann Stücke (Bruchstücke) von Sätzen Seghers Ausflug 91; denn er [Thälmann] ist ein Stück von uns Turek Wende 111; /bei Mengenangabe meist Pl. Stück/ einzelner (abgetrennter) Teil eines Ganzen, der selbst ein Ganzes, eine Einheit bildet, in sich abgegrenzter, geschlossener Teil eines Ganzen: Kuchen in Stücke schneiden; ein (großes, kleines, dickes, dünnes) S. Kuchen; ein halbes S. Torte; er aß drei S., Stücke (von dem) Pflaumenkuchen; ein S. Schokolade; Die Betten der Nachbarn nahm er auseinander und trug Stück um Stück in die Höfe J. Roth Hiob 252; er konnte ganze Stücke (Abschnitte, Passagen) aus derOdyssee auswendig
   2. /Pl. -e; bei Mengenangabe meist Pl. Stück; Verkl.: Stückchen/ bestimmte Menge eines Stoffes, Materials, einer Substanz, die ein in sich begrenztes Ganzes bildet (und eine handelsübliche Form, Abmessung hat): ein S. Zucker; er nahm zwei S. (Zucker) in den Kaffee; ein S. Seife; ein S. (250 Gramm abgepackte) Butter; zwei S., Stücke Butter; das Format dieses S. (Bogen) Papiers, dieses Stückes Papier; das Rückenteil und die Ärmel sind aus, in einem S. geschnitten; ein S. (abgegrenzte Fläche) Land besitzen; ein paar junge Bäume umschlossen das Herz des Gartens, das Stückchen Rasen Seghers Ausflug 56; ein ausgefuchst freches Stück Prosa Mutterspr. 1959; umg. ein schönes S. Geld(ziemlich) viel Geld: das hat ein schönes, ordentliches, hübsches S. Geld gekostet; ein schönes S. Geld verdienen; ein großes S. Arbeit viel Arbeit, eine große Anstrengung: ein großes, schweres, ordentliches S. Arbeit lag noch vor uns; das war kein leichtes S. Arbeit; hier ist noch ein (gutes) S. Arbeit zu leisten; salopp jmdn. wie ein S. Dreck, Mist behandeln; er ist ein richtiges S. Malheur (er ist ein beklagenswerter Mensch, der immer Pech hat, dem immer ein Mißgeschick passiert)
   3. /Pl. -e/ einzelner (wertvoller) Gegenstand meist aus einer größeren Menge von gleichartigen Gegenständen, bes. Kleidungsstück, Einrichtungsgegenstand /aus dem Kontext ergibt sich meist die nähere Bestimmung des Gegenstandes/ Bei jedem neuen Stück, das für den Jungen angeschafft werden mußte, der ... erstaunlich viel Kleidung und Schuhzeug verbrauchte Bredel Väter 91; während er Stück für Stück seiner Kleidung mit der des Hauptmanns tauschte Wiechert Erzählungen 50; abscheuliche neue Möbel standen unbekümmert zwischen wundervollen alten Stücken Musil Mann 285; das Wiedereintreffen des Stückes [des Koffers] im Bäder- Hotel Th. Mann 9,496 (Tod in Venedig); der Ring war ein seltenes,sehr schönes S.; die wertvollsten Stücke der Sammlung; umg. dieser Mantel, Teppich ist mein bestes, schönstes S.; /übertr./ salopp scherzh. Vater, unser bestes S. (der uns liebste Mensch); ich war mit meinem besten S. (meinem Mann, Freund; meiner Frau, Freundin) im Kino⌉; /Pl. Stück bei einer Mengenangabe, in der Stück die Grundeinheit der Menge bezeichnet/ »wieviel Eier möchten Sie haben?« »Zwölf S.«; die Produktion von Klappfahrrädern wurde gegenüber dem Vorjahr um 50 000 S. erhöht; die Zigarren kosten 60 Pfennig das S.; Am Ende des Jahres 1873 gab es in Deutschland etwa 7 Mio Schweine. 40 Jahre danach ... zählte man mehr als 25 Mio Stück Urania 1963; umg. /von Menschen/ Kinder habe ich auch, drei Stück Werfel Bernadette 538; landsch. salopp /Pl. Stücker; nur im Pl./ Stücker acht ungefähr acht: Dabei bin ich ... ein Freund von Uhren gewesen, manchmal hatte ich Stücker zwanzig in meiner Wohnung Welk Grambauer 246; das ist schon lange her, so Stücker zehn bis fünfzehn Jahre; so Stücker zehn, zwölf sind dagewesen; »wieviel Kinder hat er?« »Stücker drei (drei
   4. /Pl. -e/
   a) Theaterstück, Drama: ein S. schreiben; ein S. von N inszenieren, einstudieren, spielen, aufführen; das S. wird in der Bearbeitung von N gegeben; ein S. vom Spielplan absetzen; umg. das S. ist durchgefallen⌉; ein erfolgreiches, bekanntes, neues, modernes S.; die Stücke von Bertolt Brecht, Max Frisch; Diese Stücke [Die Räuber und Fiesco] hatten uns beide sehr begeistert Renn Kindheit 195; Wer war eher, der Schauspieler oder der Dichter, welcher ihm Stücke schrieb? Th. Mann 11,39
   b) /Verkl.: Stückchen/ Musikstück, bes. kleinere Instrumentalkomposition: auf dem Klavier ein S. von N spielen, üben; ein S. für Klavier; Stücke für Kinder; der Postillon blies ... ein munteres Stückchen E. T. A. Hoffm. 3,422 (Serapionsbrüder)
   
5. a) /Pl. Stück/ ein S. Vieh ein einzelnes zum Vieh gezähltes Tier: In Mahnkes Stall liegen die Kühe, zehn Stück Rindvieh Bobrowski Boehlendorff 65; einige S. Vieh; ein S. Wild
   b) /Pl. -e/ fachspr. ein S. ein einzelnes Tier aus einer Menge Tiere derselben Art, Exemplar /aus dem Kontext ergibt sich die nähere Bestimmung des Tieres/ Die Tiere [Hausziegen] waren meist braun gefärbt, doch sahen wir auch schwarze ... Stücke Urania 1962; während weibliche Stücke des Blauwals eine Körpermasse von 170 t erreichen können Urania 1964
   6. /ohne Pl./ salopp derb meist abwertend Mensch: er ist ein faules, dummes S.; sie kam einfach an das Fenster, dieses freche Stück Waggerl Jahr 82; wie redet dieses S. mit mir!
   7. /Verkl.: Stückchen/ ein S., geh. ein S. Weg(e)s⌉ eine gewisse Teilstrecke eines Weges /nur adv./: ich bringe dich noch ein S., Stückchen; geh. ich begleite dich noch ein S. Weg(e)s⌉; ein S. /bezeichnet eine gewisse Strecke, eine unbestimmte Entfernung, einen unbestimmten Grad/ etwas, ein wenig, nicht sehr viel: bis zum Bahnhof müssen wir noch ein S. gehen; ein S. spazierengehen; wir sind ein gutes S. vorangekommen; das Gras ist ein kleines, umg. ein hübsches, ganzes⌉ S. gewachsen; umg. er ist ein Stückchen (ein bißchen) größer als ich⌉; die Zuversicht ... machte Albert Kump um ein gut Stück unternehmender Victor Schriften 3,94
   8. /in Verbindung mit bestimmten Adjektiven/ salopp abwertend das ist (denn doch) ein starkes S. (eine Unverschämtheit, unerhört); gestern hat er sich ja wieder mal ein tolles, freches S. geleistet; umg. veraltend Stückchen Streich: dann hat die Kathl angefangen, von unseren Possen zu erzählen ... aus Deiner Zeit noch, auch von Dir ein paar Stückchen E. Strauss Freund Hein 137
   9. /in festen Verbindungen/ umg. aus freien Stücken von sich aus, freiwillig: etw. aus freien Stücken tun; große Stücke auf jmdn. halten (jmdn. sehr schätzen)⌉; in allen Stücken in jeder Hinsicht, in jedem Punkt: [er] hielt ... eine so ausgezeichnete und witzige Rede, daß er in allen Stücken Recht bekam Th. Mann 1,488 (Buddenbr.); in manchen Stücken hast du es dir zu leicht gemacht; landsch. in, an einem S. ununterbrochen, ohne Unterbrechung: es hat in einem S. geregnet; ich habe die ganze Nacht an einem S. geschlafen; den Urlaub in einem S. (zusammenhängend) nehmen
zu 1 /in Verbindung mit Hinweisen auf das Ganze, z. B./ Braten-, Brot-, Fleisch-, Haut-, Kuchen-, Torten-, Wurststück; /in Verbindung mit Hinweisen auf Einzelteile von Schlachtvieh, z. B./ Bauch-, Brust-, Kamm-, Lenden-, Rippenstück; /ferner in/ Ansatz-, Anstands-, Bestand-, Bruch-, Haupt-, Hefe-, Herz-, Kern-, Kopf-, Mittel-, Mund-, Rand-, Rest-, Schluß-, Schwanz-, Spreng-, Teil-, Verbindungs-, Verschluß-, Vorder-, Zwischenstück zu 1 u. 2 Rasenstück zu 2 /in Verbindung mit Hinweisen auf den Stoff, das Material, die Substanz, z. B./ Fels(en)-, Gebäck-, Gras-, Holz-, Stoff-, Zuckerstück zu 3 /in Verbindung mit Hinweisen auf die größere Menge, die Gesamtheit, z. B./ Akten-, Bekleidungs-, Einrichtungs-, Fracht-, Gepäck-, Kleidungs-, Möbel-, Uniform-, Wäschestück; /in Verbindung mit Hinweisen auf Geld, z. B./ Einmark-, Einpfennig-, Geld-, Groschen-, Mark-, Talerstück; /ferner in/ Abfall-, Ausstellungs-, Beleg-, Beute-, Beweis-, Blumen-, Dekorations-, Einzel-, Erb-, Erinnerungs-, Ersatz-, Fund-, Futter-, Gegen-, Gesellen-, Gold-, Guß-, Hand-, Kupfer-, Lese-, Museums-, Muster-, Parade-, Plunder-, Pracht-, Prüf-, Prunk-, Renommier-, Sammel-, Schmuck-, Schrift-, See-, Seiten-, Silber-, Versatz-, Werk-, Wert-, Zierstück; Achsel-, Schulterstücke zu 3 u. 4 a Ausstattungs-, Familien-, Schaustück zu 3 u. 6 Dreckstück zu 3 u. 8 Meister-, Probestück zu 4 a Bauern-, Boulevard-, Bühnen-, Erfolgs-, Erstlings-, Gegenwarts-, Gesellschafts-, Konversations-, Kriminal-, Lehr-, Lokal-, Parabel-, Rühr-, Spektakel-, Tendenz-, Theater-, Volks-, Zeitstück zu 4 a u. b Charakter-, Kinder-, Lieblings-, Repertoire-, Salon-, Unterhaltungs-, Zugstück zu 4 a u. 8 Zauberstück zu 4 b Gesang(s)-, Klavier-, Konzert-, Musik-, Orchester-, Ton-, Übungs-, Vortragsstück zu 4 b u. 8 Virtuosenstück zu 6 Mist-, Schand-, Weib(s)stück zu 8 Akrobaten-, Artisten-, Bravour-, Buben-, Gangster-, Gauner-, Glanz-, Helden-, Husaren-, Kabinett-, Kunst-, Piraten-, Schelmen-, Taschenspieler-, Wag(e)stück dazu Früh-, Grundstück

Zitationshilfe
„Zwischenstück“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Zwischenst%C3%BCck>, abgerufen am 16.12.2018.

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