angehen, ging an, hat angegangen/ ist angegangen
/vgl. angegangen angehend /
1.
a) jmdn., etw. angreifen(hat:) das Wildschwein geht den Jäger an; Wie ein Stier, der seinen Gegner angeht Uhse Patrioten 1,345; Ballspiele d. Stürmer, Spieler (beim Kampf um den Ball) hart a.; /bildl./ Bergsport e. Berg, Gipfel a.; Ein Schauer geht ihre armen Seelen an (ergreift sie) Viebig Berl. Novellen 123; /übertr./ geh. eine Aufgabe in Angriff nehmen: e. Problem, Thema von einer anderen Seite a.;
b) gegen etw., jmdn. a. gegen etw., jmdn. ankämpfen(ist:) Der Fahrer ging noch einmal gegen den Qualm und die Flamme an Hausm. Überfall 97; /bildl./ gegen Vorurteile, Übelstände, die Verhältnisse a.; Aber Sie sollten sich bemühen, gegen diese Antipathie anzugehen Feuchtw. Jüd. Krieg 298
2. jmdn. um etw. bitten(hat/ ist): jmdn. um Hilfe, Geld, Unterstützung, Rat, Schutz, Erlaubnis, um eine Gefälligkeit a.; jmdn. mit einer Bitte a.; mußte er sich ausschließlich aufs Bitten verlegen und die Beamten persönlich angehen Kafka Schloß 284
3. umg. anfangen(ist:) wann geht das Theater an?; d. Lärm, Elend, Arbeit geht von neuem, wieder an; Mit fünfundzwanzig ginge das Leben erst an Brecht Baal 101; Ggs. ausgehen: d. Licht, Feuer geht an (beginnt zu brennen) die Lampe (das Licht), der Ofen (das Feuer) geht an
4. /Perf. u. Plusquamperf. nicht üblich/ etw. geht jmdn. an etw. betrifft jmdn.: was mich, was diese Angelegenheit angeht; misch dich nicht in Sachen, Dinge, die dich nichts a.!; das geht dich nichts an; salopp das geht dich einen Dreck, den Teufel an; [daß] die ganze Welt mich angehe und Anspruch auf mein Mitleben in ihr habe Hesse 6, 513 (Glasperlensp.)
5. /Perf. u. Plusquamperf. nicht üblich/ etw. geht (gerade noch, schon) an (ist erträglich) wenn, sobald, so gut es angeht (möglich ist) es geht nicht, es geht schlecht an (ist nicht schicklich)

angehen

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …