Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

anhängen, anhangen

1anhängen(landsch. veraltend anhangen,) hing an, hat angehangen
1. etw. lastet auf jmdm.: [ihm] hängen die bedrückenden Verhältnisse seiner Jugend … wie Bleigewichte an G. Hermann Gebert 460; umg. die Krankheit, seine Vergangenheit hängt ihm noch an (er hat sie noch nicht völlig überwunden)
2. geh. jmdm. ergeben sein: weil Sie Ihrem Papa mit Leib und Seele anhingen G. Hauptm. 2,204; einflußlose Leute, die den Minäern anhangen Feuchtw. Söhne 386; etw. bejahen, gutheißen: einem Ideal, einer Lehre a.

WDG, 1. Band, 1967

anhängen, Vb.

2anhängen /Vb./
1. etw. an etw. hängen: ein Schild (am Eingang) a.; einen Waggon a. (ankuppeln, Ggs. abhängen) sich a. sich festhalten: das Kind hängt sich an die Mutter an; sich am, ans Auto a.; /bildl./ umg. sich bei jmdm. a. (unaufgefordert mitgehen, sich anschließen) etw. hinzufügen: e. Bemerkung, Klausel, abschließendes Kapitel a.; zwei Nullen a.;
2. /übertr./ umg. jmdm. Übles nachsagen: jmdm. e. Makel, Schande, Spitznamen a.; Sie möchten einer hochfeinen Familie was anhängen H. Mann 4,167 (Untertan) ; dem Widersacher einen Prozeß a. (einbrocken) umg. spött. Die dritte Tochter sollte nun einem … Leutnant unseres Regiments angehängt (zur Frau gegeben) werden Renn Adel 283

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