aufstehen, stand auf, ist aufgestanden/ hat aufgestanden
1. sich erheben(ist)
a) von seinem Sitzplatz: eilig, langsam, mühsam, geräuschvoll, entschlossen a. und jmdn. begrüßen; bei jmds. Eintritt a.; Jugendliche sollen vor alten Leuten in der Straßenbahn a. (ihren Sitzplatz anbieten) satt vom Tisch, Essen a.;
b) von seinem Nachtlager: spät, um 5 Uhr früh, mit der Sonne, geh. vor Tau und Tag, umg. mit den Hühnern a.; mit schwerem Kopf, völlig zerschlagen, übel gelaunt a.; /übertr./ umg. er ist heute mit dem linken Bein zuerst aufgestanden (ist übel gelaunt) salopp da mußt du eher a. (bei mir richtest du so nichts aus)!
c) von seinem Krankenlager: wenn du fieberfrei bist, darfst du a.; vor 14 Tagen soll er nicht a.;
d) /übertr./ geh. entstehen: Feindschaft, Haß stand in ihm auf; In mir stand damals ein großes Gefühl auf H. Mann 8,233
2. sich empören(ist:) gegen, wider jmdn., etw. a.; das Volk stand wie ein Mann gegen ihn, gegen das Regime auf; im Mai 1525 waren die Bauern aufgestanden;
3. offen stehen(hat:) d. Tür, Fenster steht weit auf; die ganze Nacht hat das Tor aufgestanden;
4. Jägerspr. vom Boden auffliegen(ist:) vor dem Hund, Jäger stand plötzlich ein Volk Rebhühner auf; von einem Gewässer stehen die Enten auf;

aufstehen

Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) …