Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

aufstoßen

aufstoßen(er stößt auf,) stieß auf, hat aufgestoßen/ ist aufgestoßen
1. etw. durch einen Stoß öffnen(hat:) d. (angelehnte) Tür, Fensterladen (weit) a.; mit einem Fußtritt die Tür heftig a.; /bildl./ d. Tür, Fenster nach einem Land a. (Beziehungen anknüpfen) in der Kunst, Wissenschaft neue Tore, Türen a. (neue Wege eröffnen)
2. auf etw. stoßen, aufklopfen(hat:) [er] ging, den Stock taktmäßig aufstoßend, die Straße hinab Heyse III 3,630
3. auf Grund kommen(ist:) beim Tauchen mit den Füßen auf Grund a.; der Kahn ist aufgestoßen;
4. Luft, die aus dem Magen hochgestiegen ist, ausstoßen
a) (hat:) der Säugling muß nach seiner Mahlzeit a.; das Kind schläft nicht gut, wenn es nicht aufgestoßen hat; leise, laut a.
b) jmdm. stößt es auf, jmdm. stößt eine Speise auf (hat/ ist): ihr hat, ist es aufgestoßen; ihm stieß es (sauer, mehrmals) auf; wenn ihm Wein aufstieß, murmelte er: Entschuldigung Frisch Stiller 556; /bildl./ nach neun Jahren stößt den Deutschen der Krieg sauer auf (wird dessen Unheil schmerzlich bewußt) Tucholsky Panter 128; /übertr./ salopp das könnte Ihnen übel a. (könnte üble Folgen für Sie haben)!
5. umg. (ist:) etw. stößt jmdm. auf jmd. stößt auf etw., etw. fällt jmdm. auf: auf Reisen kann einem Merkwürdiges, Außergewöhnliches a.; mir ist nichts Verdächtiges, Sonderliches aufgestoßen; mir ist bei Durchsicht des Manuskriptes ein Tippfehler aufgestoßen;

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