Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

auslöschen, Vb.

1auslöschen /Vb./
1. etw. zum Verlöschen bringen: e. Kerze, Fackel, Flamme a.; Der Diener löschte seine Laterne aus Kafka Schloß 321; Es ist ein Licht, das der Wind ausgelöscht hat Trakl Dichtungen 61 das Gas a. (abstellen) das Licht a. (ausschalten) /übertr./ geh. verhüll. jmdm. das Lebenslicht a. (jmdn. töten)
2. etw. zum Vergehen bringen, beseitigen, tilgen: Gefühle, Empfindungen, Erinnerungen a.; einen Gedanken an jmdn. a.; seine Bitterkeit war wie ausgelöscht; etwas wie Trotz sprang ihn an, beschwichtigte sein Gewissen und löschte Bedenken aus Zahn Frau Sixta 234; d. Schmach, Schande a.; Unterschiede a. (aufheben) Die Sehnsucht löschte die Entfernung aus L. Frank 5,357 (Mathilde) ; verhüll. jmdn. a. jmdn. vernichten, töten: e. Menschen, Familie a.; ganze Völkerschaften wurden früher durch Krankheiten ausgelöscht;

WDG, 1. Band, 1967

auslöschen

2auslöschen(er lischt aus/ er löscht aus,) losch aus/ löschte aus, ist ausgelöscht
veraltend verlöschen: Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus Bürger Lenore; Da löschten alle Fackeln aus Trakl Goldener Kelch 35; seine Zigarre ist ausgelöscht; /bildl./ Er losch auf einmal aus so wie ein Licht Hofmannsth. Gedichte 88; /übertr./ geh. verhüll. er ist ausgelöscht (gestorben) ein Leben losch aus

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