Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausrücken

ausrücken, rückte aus, ist ausgerückt/ hat ausgerückt
1. ausmarschieren, Ggs. einrücken(ist:) Mil. d. Truppe, Regiment ist (zur Parade, ins Feld, gegen den Feind) ausgerückt; die Panzer-, Reiterabteilung erhielt den Befehl zum Ausrücken (aus der Kaserne, Garnison); er begleitete die mit Musik ausrückenden Soldaten; Der ist gestern mit ausgerückt [an die Front] Bredel Heerstraßen 202; die Feuerwehr rückt aus fährt (zum Einsatz) los: die Feuerwehr mußte vergangene Woche mehrmals zu Löscharbeiten, bei Waldbränden a.;
2. umg. davonlaufen, ausreißen(ist:) vor jmdm., etw. a.; er ist seinen Freunden, von Hause, nach Amerika ausgerückt; er wurde gefaßt, als er mit der Kasse a. wollte;
3. Techn. bei einer Maschine die Übertragung des Antriebs unterbrechen, so daß sie nicht arbeiten kann, Ggs. einrücken(hat:) die Kupplung, das Wechselgetriebe, Zahnrad, den Treibriemen a.;
4. Büro etw. vor den Rand der Zeilenanfänge oder hinter die Zeilenenden schreiben, Ggs. einrücken(hat:) die Stenotypistin rückte die römischen Zahlen (der Gliederung), die Namen (auf der Liste) links aus; bei der Addition die Summe (nach) rechts a.;

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