ausreden, redete aus, hat ausgeredet
1. zu Ende reden: jmdn. (nicht) a. lassen; lassen Sie mich bitte erst a.!; noch ehe er ausgeredet hatte, wurde zur Pause geläutet; süddt. österr. wir haben miteinander ausgeredet (wir haben uns nichts mehr zu sagen) Auerb. 1,433
2. jmdm. etw. a. jmdn. durch eindringliches Reden von etw. abbringen, Ggs. einreden: jmdm. d. Absicht, Plan, Gedanken, Einbildung, Mißtrauen, Verdacht, Bedenken a.; alle versuchten, ihm die Reise auszureden; er läßt sich nicht a., daß er für diesen Beruf nicht geeignet ist; umg. jmdm. jmdn. a. jmdm. eindringlich von jmdm. abraten: die Eltern wollten ihm das Mädel a.;
3. veraltend sich a. eine Ausrede gebrauchen: /dafür üblicher sich herausreden / er versteht, sich geschickt, schlecht auszureden; sich mit etw. a.: er versuchte, sich damit auszureden, daß er den Brief zu spät erhalten habe; österr. schweiz. auch sich auf etw., jmdn. a.: Auf was kann ich mich bei dem Könige gültig ausreden? C. F. Meyer 3,161 (Page) ; Rede dich morgen auf mich aus. Sag, du hast von dem Ganzen nichts gewußt Werfel Abituriententag 267
4. süddt. österr. sich a. sich aussprechen: Hör zu, Wirtsbub, ich will mich jetzt ausreden (dir mein Herz ausschütten) Rosegger 2,131; Willst mir wirklich kein' G'legenheit geb'n, daß ich mich einmal mit dir ausreden könnt'? Anzengr. 1,52

aus-,

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