Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausschütten

ausschütten, schüttete aus, hat ausgeschüttet
1. etw. aus etw. herausschütten
a) etw. durch Schütten hinausbefördern: den Inhalt des Sackes a.; Wasser, Kartoffeln, Getreide a. (Ggs. einschütten) /bildl./ geh. Gaben über jmdn. a. (jmdn. reich beschenken) /übertr./ jmdm. seine Sorgen und Nöte, seinen Kummer, Schmerz, Unwillen a. (sie jmdm. erzählen) das Kind mit dem Bade a. (etw. radikal, ohne Berücksichtigung positiver Seiten verurteilen)
b) etw. durch Schütten leeren: e. Sack, Korb, Mülleimer a. /bildl./ Die Kunst hat ja über Venedig ein so reiches Füllhorn ausgeschüttet Scheffel 3,152; /übertr./ jmdm. sein Herz a. (jmdm. alles erzählen, was einen bewegt) jmdm. sein Inneres, seine Seele a.; sich (vor Lachen) a. können, wollen (sehr lachen, sich totlachen)
2. Geldsummen nach einem bestimmten Schlüssel verteilen, auszahlen: Prämien, Dividenden, Gewinn(quoten) a.; große Beträge für etw. a. (ausgeben)

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Zitationshilfe
„ausschütten“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausschütten>.

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