Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausschweifen

ausschweifen, schweifte aus, ist ausgeschweift/ hat ausgeschweift
1. das Maß in etw. überschreiten(ist:) er schweifte in seinen Gefühlen aus; ohne grad im Trinken auszuschweifen G. Hauptm. 3,135; /meist im Part. Präs./ ausschweifend maßlos, übertrieben: eine ausschweifende Hoffnung, Phantasie; ausschweifende Wünsche; sie hingen den ausschweifendsten Zukunftsträumen nach Wasserm. Junker Ernst 200; zügellos, sittenlos: ein ausschweifender Mensch; Es geschah, daß er zu Rom unter wilde, ausschweifende Jünglinge geriet E. T. A. Hoffm. 2,289 (Elixiere) ; eine ausschweifende Orgie; ein ausschweifendes Leben führen; ausschweifend leben;
2. Tischlerei mit der Säge eine nach außen gebogene Linie schneiden(hat:) der Tischler hat eine Rundung, ein Stuhlbein ausgeschweift; /meist im Part. Prät./ ausgeschweift nach außen geschweift: ausgeschweifte Möbel; Stühle mit ausgeschweiften Beinen; eine Schale mit ausgeschweiftem Rand; buchtig ausgeschweifte Blätter;

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Zitationshilfe
„ausschweifen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausschweifen>, abgerufen am 23.11.2020.

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