Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausschwingen

ausschwingen, schwang aus, hat ausgeschwungen
1. aufhören zu schwingen
a) das Pendel, die Glocke schwingt aus
b) ausklingen: eine Melodie schwingt aus; Der schrille Klang [der Hausglocke] hatte noch nicht ausgeschwungen Heyse I 5,204
c) Turnen sich a.: er hat sich an den Ringen ausgeschwungen
d) schweiz. Sport den Endkampf im Schwingen kämpfen: im Ausschwingen besiegte N seinen Gegner rasch und mit Eleganz;
e) /übertr./ geh. auslaufen, enden: die Wiesen schwangen längs des Flusses langsam aus; Mit Herrn Dubois … fand er auch Gelegenheit, diese historischen Interessen im Gespräch ausschwingen oder neu anregen zu lassen Hesse 6,374 (Glasperlensp.)
2. (etw.) herausschwingen
a) Turnen (etw.) in weitem Kreisbogen nach außen schwingen: der Körper schwingt am Reck weit aus; die Arme a.; das Ausschwingen der Beine vorwärts, rückwärts am Barren;
b) Schi eine andere Richtung einnehmen: der Schiläufer hat beim Abfahrtslauf nach links ausgeschwungen;
c) Seemannsspr. sich nach außen drehen: der Schiffskran schwingt aus; der Großbaum schwang aus (schwang in die gewünschte Windrichtung) Hausm. Abel 16; etw. zu Wasser lassen: e. Boot, Kutter a.;
d) /übertr./ geh. eine weit ausschwingende (in weitem Bogen sich erstreckende) Hügellandschaft diese weiten, ausgeschwungenen Abhänge Seghers 4,10 (Siebtes Kreuz)

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Zitationshilfe
„ausschwingen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausschwingen>, abgerufen am 24.11.2020.

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