Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausstechen

ausstechen(er sticht aus), stach aus, hat ausgestochen
1. etw. aus etw. herausstechen
a) etw. mit einem spitzen Gerät herausholen: Rasen, Torf a.; Unkraut a.; die junge Bäuerin, die eben Grünzeug ausstach Anzengr. 3,229
b) etw. durch Herausstechen entfernen: jmdm. die Augen a.;
c) etw. durch Herausstechen herstellen: Hinter dem breiten, sauber ausgestochenen Graben Seghers 4,29 (Siebtes Kreuz) ; Bäckerei (aus dem Teig mit einer Form) Figuren a.; die Mutter sticht Sterne, Plätzchen aus
2. umg. jmdn. in den Schatten stellen, übertrumpfen: sie kleidete sich besonders gut, um alle anderen auszustechen; Großvater und der Heimkehrer stechen einander aus … Jeder will der Stärkere sein Strittmatter Tinko 124; jmdn. verdrängen: einen Nebenbuhler a.; es gelang ihm, mich bei ihr auszustechen; England auszustechen, euch an Englands Stelle zu setzen, war euer Traum Th. Mann 12,710
3. veralt. eine Flasche Wein a. (austrinken)

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Zitationshilfe
„ausstechen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausstechen>, abgerufen am 02.12.2020.

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