Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausstehen

ausstehen, stand aus, hat ausgestanden/ ist ausgestanden
1. zum Verkauf dastehen, ausgestellt sein(hat): diese Möbel stehen im Schaufenster aus;
2. etw. erdulden, ertragen(hat): Hunger, Durst, Schmerzen, Qualen a.; er hatte viel Angst um sie ausgestanden; mit jmdm. viel auszustehen (durchzumachen) haben was mußt du ausgestanden haben!; Das ist ja nun alles Gott sei Dank ausgestanden (überstanden, vorbei) Fallada Wolf 1,432; umg. dort stehst du nichts aus (dort geht es dir gut) jmdn., etw. nicht a. können jmdn., etw. nicht leiden können: er konnte sie nicht a.; ich kann sein Gerede für den Tod nicht a.;
3. fehlen, noch nicht eingegangen sein(hat): eine Würdigung dieses Buches, eine offizielle Bestätigung dieser Nachricht steht noch aus; seine Entscheidung, Antwort stand immer noch aus; ausstehende Forderungen; ich habe noch Geld a. (zu bekommen)
4. süddt. österr. aus dem Dienst ausscheiden, Ggs. einstehen(ist): ich bin (aus dem Dienst) ausgestanden;

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Zitationshilfe
„ausstehen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausstehen>, abgerufen am 02.12.2020.

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