Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

aussterben

aussterben(er stirbt aus), starb aus, ist ausgestorben
ohne Nachkommen bleiben und dadurch aufhören zu existieren: dieses Geschlecht ist ausgestorben; seine Familie ist bis auf entfernte Verwandte ausgestorben; diese Linie des Herrscherhauses ist ausgestorben; eine ausgestorbene Pflanzen-, Tiergattung; nach der Eiszeit starb das Mammut aus; die Naturschutzbewegung sucht das Aussterben stark dezimierter Arten aufzuhalten; umg. scherzh. die Dummen sterben nicht aus; bei einer Seuche ist das ganze Dorf ausgestorben (alle Einwohner sind gestorben) /übertr./ (wie) ausgestorben menschenleer, verödet: d. Haus, Stadt, Gegend, alles war wie ausgestorben; die Straßen lagen (wie) ausgestorben da; einsame, ausgestorbene Wege; etw. stirbt aus mit etw. geht es zu Ende: diese Mundart, Tracht, dieses Handwerk stirbt langsam aus; Dafür ist aber wohl gesorgt … daß Übermut nicht ausstirbt Tieck 17,42

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Zitationshilfe
„aussterben“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/aussterben>, abgerufen am 02.12.2020.

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