Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)

WDG, 1. Band, 1967

ausstreichen

ausstreichen, strich aus, hat ausgestrichen
1. etw. Geschriebenes, Gedrucktes mit einem Strich tilgen: ein (falsches) Wort, einen Rechnungsposten a.; e. Satz, Abschnitt (in einem Manuskript) a.; Dann waren zwei Zeilen so dick ausgestrichen, daß sie wie schwarze Balken wirkten Hausm. Überfall 15; einen Namen auf einer Liste a. /bildl./ wir waren einander schon zu nahe gewesen, um einfach das Gewesene ausstreichen zu können Hesse 2,143 (Gertrud)
2. Nähte a. (glattstreichen) Falten mit dem Bügeleisen a. (ausbügeln) Da zog er's Bügeleisen 'raus … / er strich den Teufeln die Falten aus Der Schneider in der Höll' in: Balladenbuch 113
3. etw. innen gänzlich bestreichen: eine Backform mit Butter a.; Mauerfugen (mit Zement) a. (ausschmieren) Risse in der Wand mit Gips a.;
4. Med. Bakterien auf Nährböden a. (in dünner Schicht auftragen, verteilen) Blutstropfen (auf einem Objektträger) a.;
5. /Perf. u. Plusquamperf. nicht üblich/ Geol. die Erdoberfläche erreichen: am Südrand des Gebirges streicht der Zechstein über Tage aus; zu Tage ausstreichende Kohlenflöze;

Im WDG stöbern

a b c d e f g h i j
k l m n o p q r s t
u v w x y z - ' & µ
ausschließen
Zitationshilfe
„ausstreichen“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/ausstreichen>, abgerufen am 24.11.2020.

Weitere Informationen zum Zitieren …


Weitere Informationen zum Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)